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Kurzsichtigkeit (Myopie)

Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wer kurzsichtig (myop) ist und keine Sehhilfe trägt, kneift beim Blick in die Ferne häufig seine Augenlider zusammen und blinzelt, weil dies die Bildschärfe verbessert. Daher bezeichnet man die Kurzsichtigkeit auch als Myopie: "Myops" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Blinzelgesicht".

Kurzsichtigkeit ist eine Sehstörung, die durch unscharfes Sehen in der Ferne gekennzeichnet ist: Der Fernpunkt des Auges liegt bei Kurzsichtigen nicht im Unendlichen wie bei Normalsichtigen, sondern nahe am Auge – bei einer Kurzsichtigkeit von -2,0 Dioptrien zum Beispiel in 50 Zentimetern Abstand, bei einer Myopie von -10,0 Dioptrien in zehn Zentimetern Abstand.

Kurzsichtigkeit kann verschiedene Ursachen haben:

  • Am häufigsten ist die Achsenmyopie, der ein zu langer Augapfel zugrunde liegt. Ursache hierfür ist meist Vererbung; aber auch bei einer Frühgeburt ist das Risiko erhöht. Die Kurzsichtigkeit entwickelt sich vor allem in den ersten drei Lebensjahrzehnten, wobei sich das Auge nach und nach übermäßig verlängert.
  • Seltener ist die Brechungsmyopie, die durch eine zu hohe Brechkraft der Hornhaut oder Linse entsteht: Dies ist der Fall, wenn Hornhaut oder Linse vermehrt gekrümmt sind beziehungsweise wenn der Linsenkern trüb ist (für Letzteres kann z.B. ein grauer Star verantwortlich sein).

Bei einer beginnenden Kurzsichtigkeit bemerken die Betroffenen die ersten Symptome vor allem nachts – aber nur beim Sehen in die Ferne: In der Nähe sehen kurzsichtige Menschen auch ohne Korrektur der Fehlsichtigkeit ausgezeichnet (oft sogar besser als Normalsichtige, wenn nicht gleichzeitig ihre Makula verändert ist). Ob die Sehprobleme durch eine Kurzsichtigkeit bedingt sind, kann der Augenarzt durch einen einfachen Test (Sehtest) feststellen.

In erster Linie kommen eine Brille oder Kontaktlinsen zum Einsatz, um eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Neben diesen Sehhilfen besteht auch die Möglichkeit, die Kurzsichtigkeit durch eine Augenoperation (z.B. mit einem Laser) zu verbessern: Manche Betroffene entscheiden sich vor allem aus kosmetischen Gründen, ihre Augen lasern zu lassen. Aus medizinischen Gründen erfolgt eine operative Korrektur der Myopie eher selten.

Da bei einer Kurzsichtigkeit das Risiko einer Netzhautablösung erhöht ist und Kontaktlinsen die Hornhaut schädigen können, ist es für alle Betroffenen ratsam, die Augen regelmäßig vom Augenarzt kontrollieren zu lassen.

Weiterlesen: Kurzsichtigkeit (Myopie): Definition

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