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Stand: 25. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Dass ein grauer Star (Katarakt) es für eine erfolgreiche Therapie nötig macht, die trübe Linse operativ zu entfernen, bedeutet: Das Auge verliert bei der Staroperation einen Teil seines optischen Systems. Durch einen Linsenersatz kann man dieses Defizit ausgleichen. Dafür stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung:
Die letztgenannte Möglichkeit ist der beste und heute am häufigsten bei grauem Star verwendete Linsenersatz, da sie den natürlichen Bedingungen am nächsten kommt: Eine implantierte Kunstlinse bleibt lebenslang im Auge. Es ist also nicht nötig, sie später zu ersetzen oder auszutauschen. Meistens besteht die intraokulare Linse aus Poly-Methyl-Meth-Acrylat (PMMA), besser bekannt als Plexiglas. Vermehrt kommen bei der Katarakt-Behandlung auch Kunstlinsen aus Silikon und Hydrogel zum Einsatz. Weil die Kunstlinsen starr sind, können sie die Funktion der menschlichen Linse – nämlich die Akkommodation (Anpassung der Brechkraft) – nicht übernehmen. Das bedeutet, dass Sie auch nach der Staroperation noch eine Brille benötigen, meistens zum Lesen. Die neue Brille können Sie nach etwa vier bis sechs Wochen anpassen lassen. Oder Sie entscheiden sich anstelle der herkömmlichen Linsen mit einer einzigen Brechungsstärke für Linsen mit zwei oder mehreren Brennpunkten: die sogenannten Multifokallinsen. Mit einem solchen Linsenersatz kommen Sie im täglichen Leben häufig ohne Brille aus. Mitunter sind jedoch vermehrte Blendungserscheinungen und eine verminderte Kontrastsehschärfe möglich.
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