Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Augenerkrankungen > Grauer Star (Katarakt) > Therapie

Grauer Star (Katarakt)

Grauer Star (Katarakt): Therapie

Stand: 25. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Operation

Ein grauer Star (Katarakt) erfordert zur erfolgreichen Therapie eine Operation, um die trübe Linse zu entfernen. Durch Medikamente ist ein grauer Star nicht behandelbar. Die Staroperation zielt darauf ab, die durch die Linsentrübung verminderte Sehkraft des Auges zu verbessern. Zur Linsenentfernung stehen hauptsächlich zwei Operationstechniken zur Verfügung:

  1. Die extrakapsuläre Operation ist die häufigste bei grauem Star eingesetzte Operationstechnik: Hierbei öffnet der Operateur die vordere Linsenkapsel, um anschließend das Innere der Linse zu entfernen. Dabei bleibt die hintere Kapselwand bestehen. Das Auge behält auf diese Weise seine natürliche Barriere zwischen hinterem und vorderem Augenabschnitt. Die modernste Form der extrakapsulären Operationstechnik ist die sogenannte Phakoemulsifikation: Dabei zerkleinert der Operateur den Linsenkern mit Ultraschall-Strahlen und kann ihn anschließend absaugen.
  2. Die intrakapsuläre Augenoperation kommt zur Behandlung zum Einsatz, wenn ein grauer Star aus medizinischen Gründen nicht durch die extrakapsuläre Methode behandelbar ist: Hierbei entfernt der Operateur die Linse vollständig mitsamt ihrer Kapsel aus dem Auge. Diese Technik findet bei einer Katarakt jedoch nur noch selten Anwendung, da sie häufiger mit Komplikationen verbunden ist als die extrakapsuläre Linsenentfernung.

Die Staroperation gehört zu den sichersten der gesamten Medizin: Die Risiken der Operation sind inzwischen so gering, dass ein grauer Star ohne Zögern operativ behebbar ist. Den Zeitpunkt der Operation sollten Sie selbst wählen können. Dabei spielt Ihre Beeinträchtigung durch die Katarakt im täglichen Leben eine wichtige Rolle. Ist ein grauer Star angeboren, ist die Behandlung in jedem Fall möglichst bald nach der Diagnose zu empfehlen. In der Regel erhalten Sie bei der Staroperation eine örtliche Betäubung. Der Eingriff dauert meist nicht länger als 15 bis 20 Minuten. Um die Funktion der entfernten Linse zu ersetzen, können Sie anschließend eine sogenannte Starbrille, eine Kontaktlinse oder eine ins Auge gepflanzte Kunstlinse (sog. intraokulare Linse) erhalten. Heutzutage kommt überwiegend Letzteres zum Einsatz.

Wenn Ihr grauer Star operativ behoben ist, sollten Sie in den ersten Wochen nach der Operation neben der Nachsorge (in Form von Augenmedikamenten und Kontrolluntersuchungen) Folgendes beachten:

  • Üben Sie keine körperliche Schwerstarbeit aus.
  • Treiben Sie keinen Leistungssport.
  • Gehen Sie nicht in die Sauna.
  • Gehen Sie nicht schwimmen oder baden.
  • Vermeiden Sie Druck auf das Auge.

Weiterlesen: Grauer Star (Katarakt): Therapie – Linsenersatz

Das könnte Sie auch interessieren

Augenerkrankungen

Augenerkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Augenerkrankungen, mögliche Symptome und Therapien. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.