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Gerstenkorn (Hordeolum)

Stand: 26. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Gerstenkorn (Hordeolum) sind die Schweißdrüsen am Augenlid oder eine Talgdrüse im Lidinneren akut eitrig entzündet. An der betroffenen Stelle entsteht eine Schwellung und nachfolgend eine kleine Eiteransammlung, die einem Pickel ähnelt.

Verantwortlich für das Gerstenkorn am Auge sind Bakterien: Meist sind Staphylokokken die Auslöser für die beim Hordeolum typische Entzündung. Das Auge rötet sich infolge der bakteriellen Entzündung zunächst, bis das Lid an einer Stelle schmerzhaft eitrig anschwillt. In manchen Fällen können diese Symptome auch die Bindehaut betreffen. Die Schwellung beim Gerstenkorn ist druckempfindlich und kann mit einem Spannungsgefühl einhergehen.

Ein Gerstenkorn ist an sich harmlos. Die Betroffenen empfinden den Lidknoten am Auge aber aufgrund der herausgehobenen Lage und der schmerzhaften Spannung als äußerst unangenehm. Eine Behandlung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, da Gerstenkörner gut von alleine abheilen, sobald sich der Eiter von selbst entleert hat. Wenn das Hordeolum nicht von alleine aufplatzt, ist ein Besuch beim Augenarzt empfehlenswert, um den Abszess öffnen zu lassen. Keinesfalls darf man ein Gerstenkorn mit den Fingern ausdrücken.

Weiterlesen: Gerstenkorn: Definition

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