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Stand: 26. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Frühgeborenen-Retinopathie (Retinopathia praematurorum, RPM) ist per Definition eine Netzhautschädigung bei Frühgeborenen. Ursache ist eine gestörte Blutgefäßentwicklung der Netzhaut (Retina) aufgrund einer Frühgeburt.
Normalerweise wachsen die Blutgefäße der Netzhaut etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt in die Netzhaut ein. Außerhalb des Mutterleibs verändert sich die Sauerstoffversorgung der Gefäße. Diese können dadurch übermäßig wachsen. Die Netzhaut des Kindes kann sich dadurch stark verändern oder sogar ablösen. So kann die Retinopathia praematurorum zu Sehstörungen bis zur Erblindung führen. Kinder mit einer Frühgeborenen-Retinopathie benötigen später zum Beispiel häufiger eine Brille, sind schwachsichtig oder schielen.
Ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeborenen-Retinopathie haben Kinder, die
Eine Frühgeborenen-Retinopathie oder Retinopathia praematurorum entwickelt sich mit einer Häufigkeit von 27 bis 40 Prozent bei Frühgeborenen, die mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm zur Welt kommen. Die Retinopathia praematurorum kann aber unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine schwere Frühgeborenen-Retinopathie, bei der die betroffenen Kinder erblinden, ist selten.
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