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Augenverletzungen

Augenverletzungen: Verlauf

Stand: 30. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Häufig ist es schwierig, selbst einzuschätzen, ob es sich um schwere oder leichte Augenverletzungen handelt. Damit es im weiteren Verlauf nicht zu bleibenden Schäden des Auges kommt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Unbehandelte Augenverletzungen können Narben zur Folge haben sowie Hornhauttrübungen und dauerhafte Sehstörungen. Wird eine Augenverletzung schnell versorgt, bleibt das Sehvermögen jedoch in den meisten Fällen erhalten.

Prellungen können alle Strukturen des Auges betreffen. Sie können zu Linsentrübungen, Blutungen im Auge, Entzündungen, einem Anstieg des Augeninnendrucks und einer Netzhautablösung führen. Verschiedene Komplikationen können nach einer Prellung erst nach Jahren auftreten, wie etwa eine Augeninnendruckerhöhung, eine Netzhautablösung oder eine Linseneintrübung, sodass nicht nur im Akutfall eine augenärztliche Untersuchung nötig ist, sondern auch regelmäßig über Jahre nach der Verletzung. In den meisten Fällen handelt es sich bei Prellungen jedoch um oberflächliche Augenverletzungen, die selbstständig abheilen.

Bei sehr starker Gewalteinwirkung kann außerdem die Augapfelwand einreißen. Augen mit vorangegangenen Operationen, wie beispielsweise eine Operation des Grauen Stars sowie vorgeschädigte Augen sind besonders gefährdet.

Bei intraokularen Augenverletzungen kann es im weiteren Verlauf zu erheblichen Komplikationen bis hin zur Erblindung kommen. Ist der Augapfel betroffen, kann der Innendruck sinken, es kann zu Hornhautverkrümmungen und Linsentrübungen kommen. Verschleppte Keime können schwere Entzündungen hervorrufen sowie eitrige Abkapselungen (Abszesse) und dabei den Sehnerv schädigen.

Seltene aber teils schwerwiegende Folgen von Augenverletzungen können im weiteren Verlauf sein:

  • Fehlstellungen der Augenlider (Ektropium, Entropium) sowie der Augäpfel
  • Schielen
  • Doppelbilder
  • erhöhter/verminderter Augeninnendruck
  • Linsentrübungen
  • Einschränkung von Lidschluss, Augenbewegung, Pupillenöffnung und Akkommodation (Nah- und Ferneinstellung des Auges) durch verletzte Muskeln und Nerven
  • Kopfzwangshaltungen
  • Bindehautentzündungen und Hornhautentzündungen durch Keimverschleppung
  • Glaskörperveränderungen
  • Netzhautablösung
  • Beeinträchtigung des Sehnervs durch darauf drückende Schwellungen
  • Grüner Star (Glaukom) durch Prellung und Stauung des Kammerwassers im Kammerwinkel

Weiterlesen: Augenverletzungen: Vorbeugen

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