Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Atemwegsinfektion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Februar 2015)

Die Atemwegsinfektion zählt zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen. Dies hat anatomische Gründe: Die Atemwege (d.h. Mundhöhle, Nasenhöhle, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Lunge) sind als offenes System Umwelteinflüssen besonders ausgesetzt – so können zum Beispiel Staub, Rauch, Abgase, Bakterien, Viren und Pilze leicht eindringen.

Eine Atemwegsinfektion kann an jeder Stelle der Atemwege entstehen. Dabei ist ein Infekt der oberen Atemwege (Nase, Nebenhöhlen und Rachenraum) deutlich häufiger als ein Atemwegsinfekt der unteren Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge). Normalerweise ist der Körper allerdings vor solchen infektiösen Atemwegserkrankungen geschützt:

  • Das Immunsystem kann Bakterien, Viren und Pilze abtöten und beseitigen.
  • Die Schleimhäute, mit denen die Atemwege (außer Rachen, Kehldeckel und Stimmbänder) ausgekleidet sind, fangen kleinste Teilchen auf und transportieren sie über Flimmerhärchen oder durch Aushusten oder Schlucken des Schleims aus dem Körper.

Jedoch können beispielsweise Infektionen oder Umweltbelastungen diese Abwehr schwächen – die mögliche Folge ist eine Atemwegsinfektion. Symptome und Verlauf können bei einem Atemwegsinfekt sehr unterschiedlich sein – entscheidend ist unter anderem die Frage, ob obere oder untere Atemwege betroffen sind und ob sich die Infektion ausbreitet: Infektiöse Atemwegserkrankungen und deren direkte Auswirkungen reichen von einer einfachen Erkältung über die akute Bronchitis bis hin zur Mittelohrentzündung (Otitis media), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Mandelentzündung (Tonsillitis). Die infektiöse Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine besonders schwere Form der unteren Atemwegsinfektion.

Außerdem kann eine Atemwegsinfektion akut (unvermittelt bzw. heftig) oder chronisch (langwierig bzw. dauerhaft) verlaufen. Akute infektiöse Atemwegserkrankungen lassen sich in der Regel gut behandeln beziehungsweise heilen nach einer Weile von selbst aus. Chronische Atemwegsinfekte sind dagegen häufig nicht heilbar und erfordern ein Leben lang eine begleitende medizinische Behandlung.

Um eine Atemwegsinfektion nach Möglichkeit zu verhindern, sind neben Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken-Infektionen folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  • Ernähren Sie sich gesund und mit genügend Vitaminen und Spurenelementen, bewegen Sie sich ausreichend, sorgen Sie für genügend Schlaf und gehen Sie regelmäßig an die frische Luft.
  • Meiden Sie nach Möglichkeit Stress und Umweltbelastungen.
  • Verzichten Sie auf Rauchen und auf übermäßigen Alkoholkonsum.
  • Behandeln Sie Infektionen und Allergien, die sich im Nasen- und Rachenraum auswirken (z.B. Heuschnupfen), ausreichend.
  • Waschen Sie sich in der Grippesaison regelmäßig und gründlich die Hände, um das Risiko einer Infektion mit Grippeviren zu verringern.


Anzeige