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Das Immunsystem

Stand: 31. Oktober 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Durch unser Immunsystem verfügen wir über hochwirksame Funktionen zur Abwehr körperlicher Bedrohungen: Ohne dieses Abwehrsystem wären wir den schädlichen Einflüssen unserer Umwelt ebenso schutzlos ausgesetzt wie gesundheitsbedrohlichen Veränderungen im Inneren des Körpers.

Grippeviren
Grippevirus

Das Immunsystem des Menschen verfügt über zwei Abwehrmechanismen, denen verschiedene Funktionsweisen zugrunde liegen: eine spezifische (erworbene) und eine unspezifische (angeborene) Immunabwehr. Beide Mechanismen ergänzen sich bei einer Immunantwort gegenseitig.

Die Hauptfunktion des Immunsystems besteht darin, Krankheitserreger und Fremdstoffe abzuwehren, die von außen in den Organismus eingedrungen sind. Darüber hinaus kann das Immunsystem krankhaft veränderte körpereigene Zellen erkennen und beseitigen. In der Folge von Immunreaktionen entstehen Entzündungen, die zur Beseitigung der schädigenden Zellen oder Fremdkörper führen.

Das Immunsystem vermittelt jedoch nicht nur Immunität gegen Erreger oder tötet Tumorzellen ab, sondern kann auch auf unerwünschte Weise wirken: Eine Allergie ist beispielsweise die Folge einer überschießenden Immunreaktion. Und bei sogenannten Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen und schädigt diese. Ist die Erkennung von krankhaft veränderten körpereigenen Zellen gestört, kann es zur Entwicklung von Krebs kommen. Außerdem ist das Immunsystem für die Abstoßungsreaktion auf transplantierte Organe verantwortlich.

Wenn das Immunsystem gestört ist und somit die Immunreaktion des Organismus bei Kontakt mit Krankheitserregern oder Fremdstoffen unzureichend ist oder ganz fehlt, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte. Solche Störungen des Immunsystems können als sogenannte Immunschwächekrankheiten auftreten. Ein geschwächtes Immunsystem kann sowohl angeboren sein als auch im Lauf des Lebens entstehen:

  • Angeborene Immunschwächen können durch geschädigte Träger der Erbanlage (sog. Gendefekte) verursacht sein, infolge derer eine oder mehrere Komponenten des Immunsystems gestört sind.
  • Erworbene Immunschwächen können infolge bestimmter Erkrankungen (z.B. Leukämie, Aids) entstehen.

Darüber hinaus beeinflussen Faktoren wie Ernährung, Darmflora oder physischer und psychischer Zustand die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems. Fehlen zum Beispiel in der Nahrung dauerhaft bestimmte Stoffe wie Eisen, Zink oder Vitamine, ist die Fähigkeit des Körpers zur Immunabwehr herabgesetzt. Auch Stressfaktoren können die Immunabwehr erheblich beeinflussen. Durch Maßnahmen wie eine vernünftige Abhärtung und regelmäßige Bewegung durch Spaziergänge oder leichten Sport lässt sich das Immunsystem stärken. Auch verschiedene naturheilkundliche Verfahren wie Hydrotherapie (Sauna, Bäder, Wechselduschen) oder Phytotherapie (Anwendung pflanzlicher Extrakte, z.B. Sonnenhut oder Arnikawurzel) wirken sich positiv auf die Funktionsfähigkeit des Immunsystems aus.

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