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Erkältung

Stand: 17. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Erkältung (auch "grippaler Infekt" genannt) ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt: Im Mittel erkälten sich Erwachsene 2- bis 5-mal im Jahr, Kinder im Vorschulalter sogar 4- bis 8-mal. Dabei entsteht – meist durch Viren – eine akute Infektion der oberen Atemwege.

Oft tritt eine Erkältung nach Kälteeinwirkung auf, wenn der Körper geschwächt ist. Typische Symptome dieser Atemwegsinfektion sind Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen. Auch wenn diese Beschwerden lästig sind, ist eine Erkältung in den meisten Fällen harmlos und klingt nach acht bis zehn Tagen ab.

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Häufige Erreger von Erkältungskrankheiten sind Rhino-, Corona-, Adeno- und Respiratory-Syncytial-Viren. Aber auch die Influenza-Viren (Grippeviren) können eine Erkältung auslösen. Spricht man wegen der wenig kennzeichnenden Beschwerden von einem grippalen Infekt, so kann also sehr wohl eine – wenngleich milde verlaufende – Grippe (Influenza) vorliegen. Eine Grippe-Infektion kann allerdings auch lebensbedrohlich sein. Daher ist es im Frühstadium – wenn eine Therapie optimal wirkt – wichtig, zu unterscheiden, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung vorliegt.

Da über 200 verschiedene Virustypen eine gewöhnliche Erkältungskrankheit verursachen können, steht bis heute kein Mittel gegen die Erkältung zur Verfügung, das deren Ursache wirksam bekämpft. Die Therapie einer Erkältung zielt daher vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern – zum Beispiel durch Inhalieren von Dampf, heiße Getränke mit Honig, Lutschtabletten oder körperliche Schonung. Antibiotika helfen bei einer virusbedingten Erkältung nur dann, wenn zusätzlich eine Infektion durch Bakterien vorliegt (sog. bakterielle Zweitinfektion oder Superinfektion), weil diese Medikamente ansonsten keinen oder nur einen geringen Nutzen zeigen. Zinkpräparate hingegen können – zur Behandlung erkälteter, aber ansonsten gesunder Menschen eingesetzt – die Dauer und Schwere einer Erkältung oft verringern.

Zu 100 Prozent kann man einer Erkältung nicht vorbeugen – wer jedoch seine Abwehrkräfte fördert, senkt sein Risiko, eine Erkältungskrankheit zu bekommen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung stärken das Immunsystem, das dann Erkältungserregern besser standhalten kann.

Weiterlesen: Erkältung: Definition

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