Startseite > Krankheiten > Atemwegserkrankungen > Auswurf
Stand: 23. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Als Auswurf bezeichnen Mediziner das Sekret, welches von der Bronchialschleimhaut gebildet und dann aus dem Atemtrakt abgehustet wird. Man spricht von produktivem Husten, wenn dieser mit Auswurf, auch Sputum oder Expektoration genannt, einhergeht.
Die Bildung von Sekret ist normal und notwendig, um die Bronchien zu reinigen. Übermäßig gebildeter Auswurf kann aber auch Zeichen einer Atemwegserkrankung sein. Je nach Ursache sieht der Auswurf zäh, glasig und schleimig, gelbgrün und eitrig, bräunlich bis schwarz, wässrig oder bröckelig aus.
Manche Menschen leiden akut, zum Beispiel während einer vorübergehenden Erkältung, unter Auswurf. Andere, beispielsweise starke Raucher, haben chronischen produktiven Reizhusten.
Hustet ein Patient Schleim ab, kann dieser Auswurf wichtige Hinweise bezüglich der Grunderkrankung geben. Oft ist das Sputum ein harmloses Symptom einer Erkältung oder Allergie. Meist besteht dann auch ein mehr oder weniger starker Husten. Dauern Husten und Auswurf länger an, ist das Sputum blutig oder eitrig gefärbt und Ähnliches, sollte man die Ursache beim Arzt abklären lassen, um schwerwiegende Erkrankungen (z.B. Lungenkrebs) auszuschließen.
Der Arzt nimmt eine gründliche Untersuchung von Hals, Rachen und Oberkörper vor und horcht Lunge und Herz mit einem Stethoskop ab. In der Regel ordnet er auch eine Blutentnahme an.
Ist der Husten produktiv, also mit Auswurf verbundenen, können schleimlösende und auswurffördernde Mittel (Sekretolytika, Mukolytika, Expektorantien) beispielsweise als Tabletten oder Saft angewendet werden. In vielen Fällen hilft auch eine Inhalation. Die sogenannten "Hustenlöser" vermindern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims und machen ihn dadurch flüssiger, sodass der Patient das Sputum besser abhusten kann.
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