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Asthma bronchiale

Asthma bronchiale: Vorbeugen

Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Durch gezielte Maßnahmen können Sie bei bereits vorhandenem Asthma bronchiale akute Asthmaanfälle vermeiden und Langzeitschäden vorbeugen.

Trockene Raumluft ist ein Reizfaktor für die Bronchien, achten Sie daher auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Raum. Berücksichtigen Sie bei der Wahl Ihres Aufenthaltsorts, soweit möglich, wie Sie auf unterschiedliche klimatische Reize reagieren. Im Hochgebirge und am Meer sind weniger Allergene in der Luft. Hat Ihr Kind Asthma bronchiale und eine Pollenallergie, kann es hilfreich sein, das Kind während der pollenbelasteten Jahreszeit an einen anderen Wohnort, beispielsweise ans Meer zu schicken. Auf Rauchen sollten Asthmatiker unbedingt verzichten. Ebenso ist das Rauchen in Räumen, in denen Kinder mit Asthma wohnen, zu unterlassen. Rauchen und Passivrauchen beeinflussen sowohl die Häufigkeit des Auftretens von Asthma als auch den Verlauf der Erkrankung nachteilig. Bei einigen Kindern kommt es zu Asthma, wenn eine bakterielle Entzündung der Nasennebenhöhlen oder der Bronchien vorliegt. In diesen Fällen sollte eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung oder eine akute Bronchitis frühzeitig und konsequent mit Antibiotika behandelt werden. Eine Dauertherapie mit Antibiotika ist aber nicht sinnvoll.

Bei allergischem Asthma ist es von großer Wichtigkeit, den auslösenden Stoff in der Atemluft oder in Nahrungsmitteln zu meiden. Unter Umständen ist es nötig, ein Haustier abzugeben. Bettdecken und Matratzen können Sie gegebenenfalls austauschen – im Handel sind allergenfreie Matratzen erhältlich. Bisweilen kann eine Hyposensibilisierung Erfolg bringen.

Was die Ernährung betrifft, müssen sich Asthmatiker nicht einschränken. Eine Ausnahme bilden Personen, die an einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit leiden. Für alle anderen ist eine ausgewogene, vitaminreiche Kost empfehlenswert. Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich, so kann der Schleim in den Atemwegen besser abfließen.

Wenn ein asthmaerkranktes Kind Fieber bekommt, sollte man als fiebersenkendes Mittel besser Präparate mit dem Wirkstoff Paracetamol anstelle von Acetylsalicylsäure verwenden. Vor allem bei älteren Kindern ist eine Unverträglichkeit des Wirkstoffs als Asthma-Auslöser bekannt. Seltener sind auch andere Wirkstoffe derselben Stoffklasse (z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Indometacin) verantwortlich. Eine andere Medikamentenklasse, die Sie bei Asthma nicht beziehungsweise nur nach Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen sollten, sind sogenannte Betablocker (blutdrucksenkende Mittel).

Um einem Asthma-Anfall vorzubeugen, ist eine fortwährende Therapie notwendig. Wichtig ist auch, die Therapie regelmäßig zu überwachen und anzupassen. So können Sie die Atemfunktion mittels eines sogenannten Peak-Flow-Meters auch zu Hause überprüfen, um den Verlauf der Erkrankung und die Effektivität der Therapie regelmäßig zu kontrollieren.

Eltern sollten in Absprache mit dem Kinderarzt eventuell ein Notfallmedikament verfügbar haben,

  • wenn ihr Kind schweres Asthma hat,
  • wenn beim Kind ein hohes Risiko vorliegt, während eines akuten Anfalls keine Luft mehr zu bekommen und
  • wenn beim Kind in der Vergangenheit eine künstliche Beatmung notwendig geworden ist

Dieses Medikament können sie im Notfall sofort unter die Haut spritzen.

Als Asthmatiker sollten Sie ein Dokument bei sich tragen, aus dem hervorgeht, welche Erkrankung Sie haben, welche Auslöser bekannt sind, welche Medikamente Sie einnehmen und wer zu informieren ist. Notieren Sie dort auch Empfehlungen, die Ihr Arzt Ihnen für den Notfall gegeben hat.

Asthmatiker weisen außerdem ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Infektionen der Lunge auf. Aus diesem Grund sollten Sie eine Pneumokokken-Impfung in Erwägung ziehen. Ob eine Grippeimpfung eine schützende Wirkung bei Asthma hat, ist nicht erwiesen.

Weiterlesen: Asthma bronchiale: Weitere Informationen

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