Startseite > Krankheiten > Atemwegserkrankungen > Asthma bronchiale > Ursachen
Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim allergischen Asthma bronchiale "bekämpft" das eigene Immunsystem Substanzen, die eigentlich nicht schädlich für den Körper sind und nicht angegriffen werden müssten (sog. Allergene). Mögliche Allergene sind Pollen, Tierhaare oder der Kot der Hausstaubmilbe. Die meisten Asthmatiker weisen erhöhte Werte des Immunglobulins E (IgE) auf. IgE ist ein Antikörper, der gewöhnlich der Immunabwehr dient – er ist jedoch auch an allergischen Reaktionen beteiligt.
Asthma bronchiale tritt häufig im Zusammenhang mit Allergien wie Heuschnupfen oder Neurodermitis (atopische Dermatitis) auf. Wenn man wie bei Neurodermitis eine vererbte Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen eines bestimmten Typs (Soforttyp) hat, nennt man dies Atopie. Ist ein Elternteil sogenannter Atopiker, ist das Risiko für das Kind, allergische Erkrankungen zu entwickeln, erhöht. Leiden beide Elternteile an allergischem Asthma, entwickeln ihre Kinder zu 60 bis 80 Prozent ebenfalls allergisches Asthma, bei einem erkrankten Elternteil zu 30 bis 40 Prozent. Die genetische Komponente ist jedoch nicht allein für die weltweite Zunahme der allergischen Erkrankungen verantwortlich. Umwelteinflüsse und Lebensgewohnheiten sowie veränderte Lebensumstände tragen ihren Teil dazu bei. Beispiele hierfür sind Rauchen, Passivrauchen und kindliches Übergewicht (Adipositas).
Beim allergischen Asthma kann eine allergische Reaktion auf verschiedene Allergene der Atemluft vorliegen, so beispielsweise auf
Am häufigsten reagieren Menschen mit allergischem Asthma auf sogenannte Innenraumallergene, zum Beispiel Hausstaubmilben und Tierhaare. Allergisches Asthma ist typischerweise eine Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, zeigt sich jedoch in selteneren Fällen erst im Erwachsenenalter. Allergien sind bei Kindern der Hauptrisikofaktor für Asthma. Normalerweise treten wenige Minuten nach Kontakt mit dem auslösenden Allergen die Atembeschwerden auf (sog. Soforttyp-Reaktion). Manchmal treten bei allergischem Asthma erst etwa sechs bis zwölf Stunden nach dem Kontakt mit dem auslösenden Reiz Beschwerden auf (sog. Spätreaktion). Bei manchen Betroffenen mit allergischem Asthma treten sowohl die Sofort- als auch die Spätreaktion nacheinander ein und sorgen für Atembeschwerden.
Auch im Beruf kommen viele Menschen häufig mit Stoffen in Kontakt, die zu Allergien führen und ein berufsbedingtes Asthma auslösen können. Klassische Fälle sind:
Ist bereits eine Allergieneigung bekannt, sollten die Betroffenen diesen Aspekt bei der Berufswahl mit einbeziehen. Auch chemische Stoffe können das Bronchialsystem reizen und zu einem nicht-allergischen berufsbedingten Asthma führen.
Weiterlesen: Asthma bronchiale: Ursachen – Infektasthma
Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Atemwegserkrankungen. mehr ...
Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.