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Tuberkulose

Primärtuberkulose

Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Gelangen die Erreger der Tuberkulose durch Einatmen in die Lunge, werden sie dort von Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems aufgenommen. Normalerweise töten diese Zellen Krankheitserreger ab. Weil die äußere Wand der Mykobakterien jedoch einen besonderen Aufbau hat, können sie in den Makrophagen überleben und sich vermehren. Nachdem die Fresszelle zerfallen ist, werden die Erreger wieder freigesetzt und es entsteht ein Entzündungsherd, der als Primäraffekt bezeichnet wird. Die Erreger wandern in die nächstgelegenen Lymphknoten, die daraufhin durch die Bildung spezieller Abwehrzellen anschwellen. Der Primäraffekt und der Befall der Lymphknoten werden zum sogenannten Primärkomplex zusammengefasst.

Die Erregerherde können sich innerhalb der Entzündungsreaktion im Bindegewebe abkapseln und verkalken. Dieser verkalkte Primärkomplex lässt sich beispielsweise im Röntgenbild nachweisen. Innerhalb der abgekapselten Herde können noch immer lebensfähige Tuberkulose-Bakterien vorhanden sein, die auch noch nach Jahrzehnten, zum Beispiel infolge einer Abwehrschwäche, reaktiviert werden können und so eine Postprimärtuberkulose hervorrufen.

Weiterlesen: Tuberkulose: Symptome

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