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Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der Tuberkulose sind die Ursachen in der Regel ganz bestimmte Krankheitserreger – die Tuberkel-Bakterien. Es handelt sich dabei um unbewegliche, säurestabile Stäbchenbakterien. Der medizinische Fachbegriff lautet Mycobacterium tuberculosis. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch den direkten Kontakt mit Personen, die an einer offenen Tuberkulose leiden. Bei diesen gelangen die Bakterien – je nachdem wo die Tuberkulose sitzt – mit Hustenauswurf (Lungentuberkulose), Magensaft, Urin (Harnwegstuberkulose) oder Stuhl (Darmtuberkulose) nach außen. Die Erreger werden in der Regelüber eine Tröpfcheninfektion, das heißt durch Sprechen, Niesen oder Husten, übertragen.
Die Inkubationszeit der Tuberkulose, also die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome, kann Wochen bis Monate betragen. Eine Primärtuberkulose bricht in der Regel etwa sechs bis acht Wochennach der Infektion mit dem Tuberkulose-Erreger aus. Die postprimäre Tuberkulose kann noch Jahre nach der Infektion beginnen. Die Ansteckungsgefahr ist am höchsten, solange der Erreger mikroskopisch nachweisbar ist. Bei einer wirksamen Therapie sind die Betroffenen meist innerhalb von zwei bis drei Wochen nicht mehr ansteckend.
Bei einem sehr geringen Prozentsatz aller Tuberkulose-Erkrankungen ist das Mycobacterium bovis die Ursache. Bakterien dieser Sorte können prinzipiell von infizierten Rindern durch nicht pasteurisierte Milch auf den Menschen übertragen werden. Da der Rinderbestand in Mitteleuropa weitestgehend tuberkulosefrei ist, sind sie als Tuberkulose-Ursachen hier jedoch nicht mehr von Bedeutung.
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