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Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Grundsätzlich ist bei jeder aktiven Tuberkulose eine Therapie notwendig. Bei einer offenen Tuberkulose erfolgt diese Behandlung in der Regel stationär. Die Tuberkulose wird immer mit einer Kombination verschiedener Antibiotika bekämpft – das hat mehrere Gründe: Zum Einen besteht die Möglichkeit, dass einige Erreger bereits gegen einen der Wirkstoffe resistent sind. Darüberhinaus wirken die Medikamente auf jeweils unterschiedliche Weise. Manche töten die Krankheitserreger direkt ab, andere verhindern, dass sie sich weiter vermehren. Eine geeignete Kombination von unterschiedlichen Wirkstoffen kann so besonders effektiv sein.
Standard bei der Kurzzeittherapie der Lungentuberkulose ist eine antibiotische Therapie, die sechs Monate dauert. Mediziner bezeichnen dies auch als Chemotherapie – wobei hier nicht eine Chemotherapie gemeint ist, die zur Behandlung von Krebserkrankungen dient. Zu Therapiebegin, in der Initialphase, erhält der Betroffene über die Dauer von zwei Monaten einen Wirkstoffmix aus Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol oder Streptomycin. Die Stabilisierungsphase mit den Wirkstoffen Isoniazid und Rifampicin dauert vier Monate. Parallel zur Bekämpfung des Krankheitserregers können Medikamente, die den Hustenreiz unterdrücken, verabreicht werden. Außerdem ist es ratsam, auf Alkohol und Rauchen zu verzichten und mögliche abwehrschwächende Begleiterkrankungen zu behandeln, um den Körper zu stärken.
Auch wenn bei der Tuberkulose-Standardtherapie keine Komplikationen auftreten, wird der Betroffene mindestens weitere zwei Jahre regelmäßig ärztlich untersucht und überwacht. Ein verfrühter Abbruch der Tuberkulose-Therapie kann zu resistenten Erregerstämmen führen. Die verwendeten Medikamente sind dann nicht mehr wirksam, wenn die Tuberkulose erneut ausbricht. Dies gilt auch für Personen, die sich nach der Therapie bei dem Erkrankten mit den resistenten Bakterien angesteckt haben.
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