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Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Verbreiten sich die Tuberkel-Bakterien über das Blut im Körper, können an verschiedenen Organen Tuberkulose-Herde entstehen. Heilen diese nicht ab, entwickelt sich nach unterschiedlich langer Zeit eine Organtuberkulose. Dabei verflüssigen sich die Erregerherde und es bildet sich eine flüssigkeitsgefüllte Höhle, die sogenannte Kaverne.
Entsteht durch das Einschmelzen der Herde eine Verbindung der Kaverne zu einem "Kanal-System" wie beispielsweise Blut- oder Lymphgefäßen, Bronchien oder Harnleiter, können die Bakterien in andere Regionen streuen und erneut Herde setzen oder mit Auswurf oder Urin an die Umwelt gelangen (offene Tuberkulose). Werden beim Einschmelzen Blutgefäße verletzt, können Lungenblutungen mit blutigem Husten auftreten.
Neben der Lungentuberkulose, die mit etwa 80 Prozent die häufigste Organtuberkulose darstellt, kommen unter anderem auch Nieren-, Knochen-, Nebennierenrinden-, Augen- und Hirntuberkulosen vor.
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