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PneumothoraxPneumothorax: DefinitionStand: 24. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der Begriff Pneumothorax bedeutet Luft im Brustraum (wobei pneu für Luft und thorax für Brustraum steht). Diese Übersetzung ist jedoch nicht ganz korrekt: Bei einem Pneumothorax sammelt sich die Luft ausschließlich zwischen den beiden Schichten der Pleura (Brustfell) – im sogenannten Pleuraspalt – an, der unter normalen Umständen luftleer ist. Die Pleura ist eine feine Haut, welche die Lunge und die Innenseite des Brustkorbs überzieht. Sie besteht aus zwei Blättern: dem Lungenfell (Pleura pulmonaris oder Pleura visceralis) und dem Brustfell im engeren Sinne (Pleura parietalis). Ist die Lunge normal ausgedehnt, liegen beide Blätter der Pleura aufeinander. Dazwischen befindet sich der Pleuraspalt, der mit einem gleitenden Flüssigkeitsfilm gefüllt ist. Durch diesen Flüssigkeitsfilm haftet die Lunge am Brustfell, sodass die Lunge dem Brustkorb eng anliegt und dessen Atembewegungen folgen kann. Kommt es zu einem Pneumothorax, fällt durch die in den Pleuraspalt eindringende Luft der betroffene Lungenflügel teilweise oder vollständig zusammen. Ein Pneumothorax kann unterschiedlich ausgeprägt sein: Die in den Pleuraspalt eindringenden Luftmengen können so minimal sein, dass die Betroffenen sie kaum bemerken, oder die Lungenflügel können vollständig zusammenfallen – es kann aber auch ein sogenannter Spannungspneumothorax (auch Ventilpneumothorax genannt) entstehen. Dies ist ein akut lebensbedrohlicher Vorfall, bei dem beide Lungen und die Herz-Kreislauf-Funktion drastisch eingeschränkt sein können. Ein Spannungspneumothorax entsteht, wenn durch ein geplatztes Lungenbläschen Luft in den Pleuraspalt eindringt, sich die Öffnung beim Ausatmen aber wieder verschließt, sodass bei jedem Atemzug – ähnlich wie bei einem Ventil – Luft in den Pleuraspalt eindringt, aber nicht mehr entweichen kann. Der Druck im Pleuraspalt steigt immer weiter an. Der betroffene Lungenflügel ist bereits zusammengefallen und für die Atmung somit unbrauchbar. Der weiter steigende Druck drängt das Mittelfell (Mediastinum) und das Herz zur gegenüberliegenden Seite, wodurch auch der gegenüberliegende Lungenflügel zusammengedrängt ist. HäufigkeitDer Pneumothorax tritt in Deutschland mit einer Häufigkeit von jährlich etwa 9 Fällen pro 100.000 Menschen auf. Wenn sich einmal spontan ein Pneumothorax entwickelt hat, entsteht er in etwa 30 Prozent der Fälle erneut. Weiterlesen: Pneumothorax: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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