Startseite > Krankheiten > Atemwegserkrankungen > Lungenfibrose > Diagnose
Stand: 14. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Verdacht auf eine Lungenfibrose sind zur Diagnose eine ausführliche Befragung der Betroffenen (Anamnese), die ärztliche Untersuchung, eine Lungenfunktionsprüfung sowie bildgebende Verfahren nötig.
Außerdem können je nach vermuteter Ursache für die Lungenfibrose weitere Untersuchungen zur Diagnose zum Einsatz kommen: Eine Sarkoidose kann man beispielsweise mithilfe einer Lungenspülung (Lavage) erkennen.
Wenn Anzeichen für eine Lungenfibrose (z.B. Atemnot, trockener Husten) vorliegen, erfolgt zur Diagnose zunächst eine ärztliche Untersuchung: Wenn der Arzt die Lungen abhört, kann er bei einer Fibrose vor allem über den unteren Lungenabschnitten feuchte feinblasige, später auch mittel- bis grobblasige Rasselgeräusche beim Einatmen hören. Hierfür ist das begleitende Lungenödem verantwortlich. Über anderen Lungenabschnitten ist bei einer Lungenfibrose gelegentlich ein quietschendes Geräusch zu hören, das so ähnlich klingt, als würde jemand Korken aneinanderreiben. Beim Abklopfen der Lunge zeigt sich, dass die Zwerchfellgrenzen (Atemmuskulatur) hoch stehen und sich die Lunge bei der Atmung nur vermindert dehnt.
Daneben kann der Arzt bei der Untersuchung die äußeren Symptome der Lungenfibrose feststellen: Als Zeichen einer Lungenfunktionsstörung und damit einer mangelhaften Sauerstoffsättigung des Bluts färben sich Haut und Schleimhäute der Betroffenen im fortgeschritteneren Stadium blau. Diese Blaufärbung (die sog. Zyanose) ist meist zuerst an den Lippen und Fingernägeln zu beobachten. Im Spätstadium der Lungenfibrose können außerdem Uhrglasnägel (d.h. wie ein Uhrglas gewölbte Fingernägel) und Trommelschlegelfinger auftreten.
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