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Stand: 31. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) auftretenden Symptome sind abhängig vom Auslöser der Erkrankung:
Typischerweise sind Bakterien für eine Lungenentzündung (Pneumonie) verantwortlich. Die bakterielle Lungenentzündung tritt meist während des Winters auf. Erste Symptome sind oft Schüttelfrost mit einer möglichen Dauer von dreißig bis sechzig Minuten – gefolgt von Fieber und Husten. Die Betroffenen fühlen sich häufig sehr krank. Sie husten einen Auswurf ab, der anfangs rostbraun, später meist gelb-grünlich gefärbt ist. In vielen Fällen geht einer bakteriellen Lungenentzündung ein Infekt des oberen Hals- oder Rachenbereichs voraus.
Lösen Pneumokokken (sog. Streptococcus pneumoniae) eine bakterielle Lungenentzündung aus, ist ein häufiges Anzeichen hierfür ein steiler Fieberanstieg – nicht selten bis zu 40 Grad Celsius. Weitere häufige Symptome einer Lungenentzündung durch Pneumokokken sind eine schwere, oberflächliche und schnelle Atmung sowie Schmerzen bei Einatmen: Das Einatmen schmerzt, weil oft gleichzeitig das Lungenfell entzündet ist (sog. Pleuritis).
Die Atemnot führt häufig zu einem Beben der Nasenflügel während der Atmung (sog. atemsynchrones Nasenflügeln) – dieses Symptom der Lungenentzündung ist vor allem bei kleinen Kindern ein wichtiger Hinweis auf die Erkrankung. Gelegentlich kann es zu einem Sauerstoffmangel in bestimmten Körperbereichen kommen – vor allem in Lippen, Zunge oder Gliedmaßen (v.a. Finger, Zehen, Nase). Die Haut der betroffenen Stellen verfärbt sich in der Regel bläulich-violett (sog. Zyanose).
Seltener lösen Viren eine Lungenentzündung (Pneumonie) aus. Eine solche virale Lungenentzündung beginnt schleichender als eine bakterielle Pneumonie. Die Gesamtheit der typischen Symptome zeigt sich meist erst nach mehreren Tagen. Dabei stehen Kopfschmerzen und Gliederschmerzen im Vordergrund, Schüttelfrost kommt selten vor. Der Husten hält lange an ist und für die Betroffenen quälend. Meist bildet sich kein Auswurf (Sputum) – falls doch, ist er eher klar und geruchlos.
Die Körpertemperatur steigt oftmals nur langsam und dabei selten über 38,5 Grad Celsius. Eine virale Pneumonie verursacht wesentlich seltener akute Atemnot, außerdem kommt es nur in wenigen Fällen zu Schmerzen bei der Einatmung. Allgemein fühlen sich die Betroffenen weniger krank als bei einer durch Bakterien ausgelösten Lungenentzündung.
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