Startseite > Krankheiten > Atemwegserkrankungen > Lungenentzündung > Definition
Stand: 31. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
In Deutschland tritt die Lungenentzündung (Pneumonie) jährlich mit einer Häufigkeit von mehr als 300.000 Fällen auf – etwa 180.000 der Betroffenen benötigen eine Behandlung im Krankenhaus. Schätzungen zufolge haben fünf Prozent aller im Krankenhaus behandelten Menschen eine Lungenentzündung. Ungefähr ein bis fünf Prozent aller Betroffenen haben wiederum ihre Erkrankung erst im Krankenhaus erworben (sog. nosokomiale Infektion).
Die durch Bakterien oder Viren verursachte Pneumonie tritt besonders in der kalten Jahreszeit mit verstärkter Häufigkeit auf. Zu den häufigsten Auslösern der Lungenentzündung zählen vor allem sogenannte Pneumokokken: Diese Bakterien sind für 70 Prozent aller Pneumonien verantwortlich. Das Risiko für eine Lungenentzündung ist besonders bei einem geschwächten Immunsystem, bei alten Menschen und bei Kleinkinder hoch.
Weltweit ist die Lungenentzündung die mit größter Häufigkeit registrierte Infektionskrankheit. Insgesamt sterben auf der Welt jedes Jahr drei bis vier Millionen Menschen an einer Lungenentzündung. In Westeuropa ist die Pneumonie unter allen Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache.
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