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Lungenentzündung (Pneumonie)

Einteilung der Pneumonie

Stand: 31. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nach dem Ort der Entzündung (Lokalisation)

Artikelbild Lungenbläschen
Die Lungenbläschen (Alveolen) und die Bronchien
(Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild)

Bei der Lungenentzündung (Pneumonie) kann die Einteilung nach dem Ort der Entzündung (sog. Lokalisation) erfolgen. In Abhängigkeit davon, welche Teile des Lungengewebes betroffen sind, unterscheiden Mediziner zwischen zwei Formen der Lungenentzündung:

  • Interstitielle Pneumonie: Bei dieser Form der Lungenentzündung ist das Gewebe entzündet, das die Lungenbläschen (Alveolen) umgibt.
  • Alveoläre Pneumonie: Hier bei sind die Lungenbläschen (Alveolen) selbst von der Entzündung betroffen.

Nach der Ausdehnung

Bei der Lungenentzündung (Pneumonie) ist auch eine Einteilung nach der Ausdehnung möglich. Je nachdem, auf welche Teile der Lunge sich die Entzündung ausbreitet, unterscheidet man:

  • Lobäre Pneumonie: Ein ganzer Lungenlappen ist betroffen.
  • Lobuläre Pneumonie: Die Lungenentzündung breitet sich innerhalb eines Lungenläppchens aus. In diesem Fall gibt es einen oder mehrere Entzündungsherde, weshalb man diese Form als Herdpneumonie bezeichnet.

Nach dem Auslöser

Bei der Lungenentzündung (Pneumonie) kann die Einteilung auch anhand der Symptome und nach dem Auslöser in typische und atypische Lungenentzündungen erfolgen:

Für die typische Lungenentzündung (typische Pneumonie) sind in der Regel Bakterien als Auslöser verantwortlich. Erstes Anzeichen für die Lungenentzündung ist häufig ein Schüttelfrost, der bis zu einer Stunde andauern kann. Darauf folgen die Symptome Fieber und Husten – die Betroffenen husten dabei einen anfangs rostbraunen, später meist gelb-grünlichen Auswurf ab. In vielen Fällen geht diesem Geschehen ein Infekt des oberen Hals- oder Rachenbereichs voraus. Die typische Pneumonie tritt vorwiegend in der kalten Jahreszeit auf und die Betroffenen fühlen sich häufig sehr krank.

Die atypische Lungenentzündung (atypische Pneumonie) ist seltener. Auslöser sind überwiegend Viren und/oder Mykoplasmen. Die Erkrankung beginnt meist schleichender als eine typische bakterielle Lungenentzündung – erst nach mehreren Tagen ist sie voll ausgeprägt. Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sind dabei die wichtigsten Symptome, Schüttelfrost kommt selten vor. Der Husten ist lang anhaltend und wirkt quälend – die Betroffenen produzieren allerdings meist keinen Auswurf (Sputum). Allgemein fühlen sie sich weniger krank als bei der typischen Pneumonie.

Nach dem Ort der Ansteckung

Außerdem ist bei der Lungenentzündung (Pneumonie) eine Einteilung nach dem Ort der Ansteckung mit den Erregern möglich:

  • Erfolgt die Ansteckung mit der Lungenentzündung in einem Krankenhaus, liegt eine sogenannte nosokomiale Pneumonie vor.
  • Die nicht-nosokomiale Pneumonie beziehungsweise ambulant erworbene Lungenentzündung ist die Folge einer Infektion außerhalb eines Krankenhauses.

Diese Einteilung nach dem Ort der Ansteckung ist vor allem für die Behandlung der Lungenentzündung von Bedeutung, denn: Erreger in Krankenhäusern sind oftmals widerstandsfähig (resistent) gegen Medikamente, zum Beispiel gegen bestimmte Antibiotika.

Weiterlesen: Lungenentzündung: Definition – Häufigkeit

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