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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Keuchhusten (Pertussis) ist längst keine Kinderkrankheit mehr: Zunehmend sind Jugendliche und Erwachsene betroffen. Zwar sind mittlerweile etwa 90 Prozent der schulpflichtigen Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Wer nicht rechtzeitig an eine Auffrischimpfung denkt, ist jedoch nicht mehr ausreichend geschützt.

Keuchhusten ist eine akute Infektionskrankheit der Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis entsteht. Im Herbst und Winter treten mehr Fälle auf als im Frühjahr und Sommer. Keuchhusten ist sehr ansteckend: Wenn ein ungeimpfter Mensch mit dem Erreger in Kontakt kommt, entwickelt er mit mindestens 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Keuchhusten. Die Ansteckung geschieht durch Tröpfcheninfektion, also zum Beispiel durch Niesen oder Husten.
Wer Keuchhusten hat, entwickelt zunächst Symptome, die einer Erkältung ähneln: Schnupfen, Niesen, Heiserkeit und leichter Husten gehören zum Krankheitsbild. Nach etwa ein bis zwei Wochen treten die für Pertussis charakteristischen Hustenanfälle auf. Der Keuchhusten klingt erst nach mehreren Wochen langsam ab.
Je nach Alter können sich die Keuchhusten-Symptome aber auch anders entwickeln: Keuchhusten bei Erwachsenen und Jugendlichen äußert sich oft nur durch lang anhaltenden Husten. Dagegen zeigt ein Keuchhusten bei Kindern im Säuglingsalter oft einen besonders schweren Verlauf: Die Hustenanfälle sind in dem Alter zwar oft weniger stark, es können aber Atemstillstände (Apnoen) auftreten. Außerdem kann Keuchhusten gerade beim Baby eher Komplikationen verursachen (wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Entzündung des Gehirns mit Krampfanfällen).
Darum ist es gerade für Säuglinge wichtig, für einen weitreichenden Impfschutz vor Keuchhusten zu sorgen: Eine Impfung kann die Verbreitung der Erreger effektiv eindämmen. Da der Pertussis-Impfschutz nur etwa 4 bis 12 Jahre lang anhält, sollten Jugendliche und Erwachsene rechtzeitig an eine Impfauffrischung denken. Nach einer natürlichen Erkrankung ist man etwa 4 bis 20 Jahre lang immun.
Auch eine rechtzeitige Keuchhusten-Therapie mit Antibiotika trägt zur Eindämmung der Infektion bei: Die Medikamente sorgen dafür, dass der Keuchhusten weniger lange (nur noch etwa 5 Tage) ansteckend ist.
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