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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Keuchhusten (Pertussis) können Sie wirksam vorbeugen, indem Sie sich und Ihre Kinder impfen lassen: Um wirksam vor Keuchhusten geschützt zu sein, ist zunächst eine sogenannte Grundimmunisierung nötig, welche aus mehreren Impfdurchgängen besteht. Da der Impfschutz nicht lebenslang anhält, sind nachfolgend Auffrischimpfungen wichtig. Dabei kommt ein Kombinationsimpfstoff zum Einsatz, der auch gegen Tetanus und Diphtherie immun macht. Das empfohlene Impfschema für die Keuchhustenimpfungen sieht wie folgt aus:
Die Immunität durch Impfung hält – ebenso wie die nach einer Keuchhusten-Infektion – nur einige Jahre an. Auch für Erwachsene ist es also wichtig, dass sie einer erneuten Infektion vorbeugen. Hierzu gilt die Empfehlung, dass die nächste fällige Impfung gegen Tetanus und Diphterie bei allen Erwachsenen einmalig als eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Tdap-Impfung) erfolgt. Wann immer also im Erwachsenenalter eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie ansteht (auch im Verletzungsfall), sollte dies Anlass sein, über eine kombinierte Pertussis-Auffrischung nachzudenken.
| Da Keuchhusten gerade bei einem Baby im ersten Lebensjahr oft schwerwiegend verläuft, kommt dem Schutz vor Pertussis-Infektionen allgemein für Frauen im gebärfähigen Alter und besonders vor der Geburt eines Kindes eine große Bedeutung zu. |
Für Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (z.B. Tagesmutter, Großeltern, Babysitter) eines Neugeborenen und einer Schwangeren bedeutet dies: Wenn Sie in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung erhalten haben, ist es ratsam, dass Sie einem Keuchhusten vorbeugen, indem Sie sich spätestens 4 Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Pertussis-Impfstoff verabreichen lassen. Für frischgebackene Mütter, die vor der Empfängnis keine Auffrischung erhalten haben, gilt: Lassen Sie sich am besten in den ersten Tagen nach der Geburt Ihres Kindes gegen Keuchhusten impfen. Außerdem sollte Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten, wenn in den letzten zehn Jahren keine Impfung gegen Keuchhusten stattgefunden hat.
Wenn Sie nicht ausreichend gegen Pertussis geimpft sind, können Sie die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nur verringern, indem Sie den Kontakt zu infizierten Personen meiden. Haben Sie oder Ihre Kinder sich mit Keuchhusten angesteckt, ist eine Antibiotika-Behandlung ratsam, um die Dauer der Ansteckungsfähigkeit zu verkürzen: So können Sie der weiteren Ausbreitung von Keuchhusten vorbeugen.
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