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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Keuchhusten (Pertussis) hat seine Ursachen in Infektionen mit einem bestimmten Erreger: dem Bakterium Bordetella pertussis. Dieser Erreger vermehrt sich auf den Schleimhäuten der menschlichen Atemwege und setzt unter anderem ein spezifisches Gift frei: das Pertussis-Toxin (PT). Dieses Bakteriengift löst die bei Keuchhusten auftretenden Krankheitssymptome aus: Es zerstört die Schleimhäute, schädigt umliegendes Gewebe und schwächt die Abwehrkräfte.
Keuchhustenähnliche Symptome können ihre Ursachen auch in Infektionen mit dem Bakterium Bordetella parapertussis haben. Die Erkrankung durch diesen Erreger verläuft jedoch in der Regel milder und kürzer als Keuchhusten.
Keuchhusten (Pertussis) ist extrem ansteckend und entsteht durch Tröpfcheninfektion: Ursachen für die Ansteckung sind also winzige Tropfen, in denen die Krankheitserreger enthalten sind und die – zum Beispiel durch Niesen oder Husten – aus den Atemwegen der Betroffenen in die Luft gelangt sind. Auch beim Küssen und über gemeinsam genutztes Geschirr oder Besteck ist eine Keuchhusten-Ansteckung möglich. Etwa 80 Prozent der nicht geimpften Menschen, die mit dem Krankheitserreger in Kontakt kommen, entwickeln einen Keuchhusten.
Wer sich einmal mit dem ursächlichen Bakterium infiziert hat, ist anschließend mehrere Jahre lang immun gegen Keuchhusten. Der Schutz vor einer erneuten Ansteckung hält jedoch nicht lebenslang an, sodass eine Auffrischimpfung gegen Pertussis sinnvoll ist.
Bei Keuchhusten (Pertussis) beträgt die Inkubationszeit (d.h. die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome) etwa 7 bis 20 Tage. Im Anschluss an die Inkubationszeit ist das Risiko, andere mit Keuchhusten anzustecken, am höchsten; nach der 6. Erkrankungswoche sinkt das Ansteckungsrisiko langsam.
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