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Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis) hat bestimmte Ursachen. Genau genommen handelt es sich bei den Symptomen von Heuschnupfen um eine allergische Reaktion vom Soforttyp (Typ-I-Allergien). Dabei reagieren Abwehrzellen des Körpers (Immunzellen) auf die Oberflächenstruktur von eigentlich harmlosen Pflanzenpollen. Nach dem ersten Kontakt zu den Pflanzenpollen bildet das Immunsystem des Körpers spezielle Abwehrstoffe, die IgE-Antikörper, aus. Kommt es nun zu einem weiteren Kontakt, binden die IgE-Antikörper an sogenannte Mastzellen, die ebenfalls zur körpereigenen Abwehr gehören. Diese schütten daraufhin Entzündungsbotenstoffe aus – die Histamine. Solche Botenstoffe sind bei einer Pollenallergie beziehungsweise Heuschnupfen oder Pollinosis Ursachen der typischen Allergiebeschwerden. So weiten sich als Reaktion auf Histamin und andere Substanzen die Blutgefäße, während sich gleichzeitig ein Teil der Atemwege, die Bronchien, verengt. Die freigesetzten Histamine locken zudem Abwehrzellen des Immunsystems in die Atemwege und führen dort zu Entzündungsreaktionen.
Wann und warum ein Mensch zum Allergiker wird, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Die Veranlagung zur (Pollen-)Allergie ist vererbbar. Doch spielen immer auch Umweltbedingungen eine Rolle, welche eine Pollenallergie und damit auch Heuschnupfen begünstigen können. Die genauen Heuschnupfen-Ursachen kann der Arzt im Einzelfall nicht klären.
Auslöser einer allergischen Reaktion, etwa Heuschnupfen, ist der Kontakt mit Pollen, also mit Blütenstaub der unterschiedlichsten Pflanzenarten, wie etwa Gräser und Getreide (z.B. Roggen), Bäume (z.B. Birke, Erle), Sträucher (z.B. Hasel) oder Kräuter (z.B. Beifuß). Eine Pollenallergie beziehungsweise Pollinosis richtet sich dabei immer gegen Pollen bestimmter Pflanzen, oftmals auch gegen mehrere. Je nach Pollenflugzeiten der einzelnen Pflanzen kann der Heuschnupfen zu verschiedenen Zeiten im Jahr auftreten.
Häufig liegt bei einer Pollenallergie auch eine Kreuzallergie zu Lebensmitteln vor, bei denen bestimmte Eiweiße ganz oder teilweise der Struktur der allergieauslösenden Pollen ähneln. Je nachdem, auf welche Pollen Betroffene mit Heuschnupfen reagieren, können unterschiedliche Nahrungsmittel zu einer Kreuzallergie führen. So reagiert zum Beispiel ein Großteil aller Betroffenen mit einer Hasel-, Erlen- oder Birkenpollenallergie auch allergisch auf Haselnüsse, Äpfel und manche auch auf Kirschen. Die Folge sind Juckreiz, Kribbeln, Brennen oder Kratzen im Mundraum.
Aber auch Pollenallergien auf andere Pflanzen können zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Nahrungsmitteln führen:
| Pollenart | allergieauslösendes Nahrungsmittel |
|---|---|
| Birke, Erle, Hasel | Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Mandel, Apfel, Birne, Pflaume, Pfirsich, Kirsche, Aprikose, Kartoffel, Karotte, Sellerie, Kiwi, Avocado |
| Beifuß | Sellerie, Karotte, Anis, Dill, Kümmel, Petersilie, Kamille, Paprika, Pfeffer, schwarzer Senf, weißer Senf |
| Gräser | Tomate, Kartoffel, Erdnuss, Soja, Roggen, Weizen, |
| Traubenkraut, Beifuss-Ambrosie (Ragweed) | Gurke, Honigmelone, Wassermelone, Banane |
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