Startseite > Krankheiten > Atemwegserkrankungen > COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) > Definition
Stand: 25. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Abkürzung COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease (= chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und bezeichnet keine eigenständige Krankheit, sondern eine Gruppe von Erkrankungen der Lunge mit ähnlicher Symptomatik. Von einer COPD sprechen Mediziner, wenn eine oder mehrere der folgenden Lungenkrankheiten vorliegen:
Die COPD ist also per Definition eine dauerhaft (= chronisch) bestehende Lungenerkrankung, die gekennzeichnet ist durch zunehmend verstopfte beziehungsweise verengte (= obstruktive) Bronchien oder – wie beim Lungenemphysem – durch ein überblähtes Lungengewebe. Diese Veränderungen in der Lunge sind verantwortlich für die wichtigsten Symptome der COPD: Husten, Atemnot und Auswurf.
Vor Beginn einer COPD steht meist eine einfache chronische Bronchitis – eine anfangs eigenständige Lungenkrankheit, bei der die Luftwege nicht verengt sind. Im weiteren Verlauf kann sich aus der chronischen Bronchitis eine chronisch obstruktive Bronchitis entwickeln: Die Bronchien verengen sich und es kommt vor allem bei Belastung zu Atemnot.
In Europa und Nordamerika haben etwa 8 bis 13 Prozent der Erwachsenen eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter stark ansteigt. Die COPD gilt inzwischen als die Volkskrankheit mit der höchsten Steigerungsrate. In Europa ist jedoch nur jeder fünfte Fall diagnostiziert – die meisten Betroffenen sind sich ihrer Lungenerkrankung demnach nicht bewusst. Bei schwerer COPD trifft dies noch auf über 40 Prozent der Fälle zu.
Auch unter den Todesursachen ist die COPD mit großer Häufigkeit vertreten: Weltweit ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung derzeit die vierthäufigste Todesursache – Tendenz steigend. In der Europäischen Union sind Männer etwa zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Frauen. Bis zum Jahr 2020 wird die COPD vermutlich die dritthäufigste Todesursache sein – angeführt durch die koronare Herzkrankheit und Erkrankungen der hirnversorgenden Blutgefäße, die zum Schlaganfall führen können (sog. cerebrovaskuläre Erkrankungen).
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