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Stand: 25. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Gegen die chronisch obstruktive Bronchitis erfolgt eine medikamentöse Therapie zur Linderung der Symptome. Hierzu sind folgende Mittel verfügbar:
Gegen die für eine chronisch obstruktive Bronchitis typische Atemnot hilft Ihnen eine medikamentöse Therapie mit Bronchodilatatoren: Dies sind bronchienerweiternde Medikamente, die durch ihre atemnotlindernde Wirkung Ihre Leistungsfähigkeit verbessern. Bronchodilatatoren gibt es in Sprayform (Beta-2-Sympatomimetika oder Anticholinergika), als Tabletten, Tropfen oder als Trinklösung ( Theophylline).
Eine Behandlung durch schleimlösende Mittel (z.B. Acetylcystein oder Efeuextrakt) kann die chronisch obstruktive Bronchitis in ihrem Verlauf nicht direkt beeinflussen. Sie lindert jedoch die Symptome bei akuten Infekten und massiver Schleimbildung.
Gegen eine schwere chronisch obstruktive Bronchitis ist eine Therapie mit Kortison sehr wirksam, das Sie in die Lunge einatmen (inhalieren), um Entzündungen der Bronchialschleimhaut zu lindern. Das inhalative Kortison gehört bei mittelschweren bis schweren Fällen von COPD (= chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung) zur Basistherapie.
Führt die chronisch obstruktive Bronchitis zu trockenem Reizhusten, können Sie als kurzfristige medikamentöse Therapie einen Hustenstiller mit Codein oder Noscapin einnehmen. Über einen längeren Zeitraum sind Hustenstiller nicht anzuwenden, weil diese Mittel den Hustenreiz unterdrücken, sodass Sie den in den Bronchien gebildeten Schleim nicht mehr auf natürliche Weise abhusten. Der Schleim kann sich dann in den Bronchien festsetzen und letztendlich eine Lungenentzündung auslösen.
Eine chronisch obstruktive Bronchitis erfordert eine antibakterielle Therapie, wenn sich Ihr Allgemeinzustand verschlechtert und/oder wenn Sie Fieber haben, verbunden mit grünlich-eitrigem Auswurf. Hat Ihre chronisch obstruktive Bronchitis ein schweres Stadium erreicht, können Antibiotika auch zum Einsatz kommen, wenn Sie eine virusbedingte Erkältung haben, um Ihre in der Abwehr geschwächten Bronchien vor einer zusätzlichen bakteriellen Infektion zu schützen. Bei akuten Infekten ist vor der antibakteriellen Therapie eine Speichelprobe zu entnehmen, um darin die Bakterienarten und deren Widerstandsfähigkeit (Resistenz) gegenüber den verschiedenen Antibiotika zu bestimmen.
Befindet sich die chronisch obstruktive Bronchitis in fortgeschrittenem Stadium, zeigt die Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT) eine gute, lebensverlängernde Wirkung (wie bei jeder anderen COPD = chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Wenn in Ihrem Blut ein erheblicher chronischer Sauerstoffmangel herrscht, erhalten Sie hierzu über eine Nasensonde mindestens 16 bis 24 Stunden täglich Sauerstoff. Sinnvoll ist die LTOT vor allem bei Menschen mir chronischer Rechtsherzschwäche ( Rechtsherzinsuffizienz). Eine regelmäßige Kontrolle durch den Facharzt ist notwendig.
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