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Asthma bronchiale

Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Asthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Diese Teile der Lunge reagieren bei Asthmatikern auf bestimmte Reize, zum Beispiel psychische Belastung oder Überanstrengung, überempfindlich und verengen sich krampfartig.

Man sieht eine Frau, die einen Inhalator benutzt.

Durch die Überempfindlichkeit gegenüber eigentlich harmlosen Stoffen sind die Atemwege bei Asthma bronchiale ständig entzündet. Deshalb bildet die Schleimhaut in den Bronchien sehr viel zähen Schleim und schwillt an. In der Folge verengen sich die Atemwege. Zusätzlich verkrampft sich die Atemmuskulatur. Das führt zu einer in Anfällen auftretenden Atemnot.

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. In Deutschland sind etwa zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen von Asthma bronchiale betroffen. Bei Kindern ist das Asthma überwiegend allergisch bedingt und auch bei Erwachsenen sind Allergene oft die Auslöser von Asthma. Bei etwa 30 bis 50 Prozent der erwachsenen Asthmatiker liegt dagegen ein sogenanntes nicht-allergisches Asthma vor – hier sind oft Atemwegsinfektionen die Auslöser. Nicht-allergisches Asthma tritt erst im mittleren Erwachsenenalter auf. Es gibt auch Mischformen von allergischem und nicht-allergischem Asthma.

Ein Asthmaanfall dauert von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden (schwerer Asthmaanfall). Auslöser sind zum Beispiel Allergien, Infektionen der oberen Atemwege, Überanstrengung, psychische Belastung, Kälte, Medikamente oder verunreinigte Luft. Um eine Diagnose zu stellen, nimmt der Arzt die Krankengeschichte auf und untersucht den Betroffenen körperlich. Er prüft die Lunge mithilfe eines Lungenfunktionstests und klärt mögliche Allergien ab. Ist der Auslöser für das Asthma bekannt (z.B. Staub, Haustier-Allergie, Zigarettenrauch), ist es wichtig, diesen so gut wie möglich zu meiden.

Bei der Asthma-Therapie unterscheidet man zwischen zwei Behandlungen:

  • Behandlung eines akuten Asthmaanfalls
  • Behandlung in den Zeiträumen zwischen den Anfällen (Intervalltherapie)

In der Regel verschreibt der Arzt Bronchialsprays zum Inhalieren, selten Tabletten beziehungsweise Kapseln. Wichtige Wirkstoffe entstammen hier der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika, Kortison-Präparate, Antileukotriene und gegebenenfalls des Wirkstoffs Cromoglicinsäure. Bei schweren Asthma-Fällen kann es notwendig werden, Medikamente gegebenenfalls über eine Vene zu verabreichen.

Jungen haben häufiger Asthma als Mädchen. Allerdings ist bei erkrankten Mädchen das Risiko höher, dass sie auch als Erwachsene noch Asthma-Beschwerden haben. Insgesamt hat etwa eins von drei Kindern mit Asthma bronchiale die Chance, im Erwachsenenalter keine Beschwerden mehr zu haben, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Die Atemwege bleiben aber das ganze Leben lang überempfindlich, sodass jederzeit wieder ein Asthma-Anfall auftreten kann.

Weiterlesen: Asthma bronchiale: Definition

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