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Stand: 1. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Allergie sind die Ursachen in einer Fehlregulation und überschießenden Abwehrreaktion des Immunsystems zu finden.
Die eigentliche Aufgabe des Immunsystems besteht darin, Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Parasiten abzuwehren. Gelangen solche Erreger in den Körper, bilden sich im Verlauf einer Infektion spezifische Antikörper oder Abwehrzellen gegen den entsprechenden Krankheitserreger – der Körper wird immunisiert. Das bedeutet: Bei einem späteren Kontakt mit demselben Erreger erkrankt man nicht ein zweites Mal, weil sich das Immunsystem an den ersten Kontakt mit dem Erreger erinnert und unverzüglich mit der Produktion der spezifischen Antikörper beziehungsweise Abwehrzellen beginnt.
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem ebenfalls. Egal, um welche Allergieform es sich handelt: Wenn eine Allergie entsteht, laufen immer bestimmte Reaktionen im Immunsystem ab. Nach dem Kontakt mit einem körperfremden Stoff (Allergen) bildet der Körper für dieses Allergen spezifische Antikörper beziehungsweise Abwehrzellen aus, das heißt, der Organismus wird sensibilisiert. Diese Produktionsphase dauert neun bis zwölf Tage und verläuft unbemerkt. Bei einem erneuten Kontakt mit denselben Allergenen werden sofort die entsprechenden Antikörper produziert beziehungsweise Abwehrzellen aktiviert und es tritt je nach Allergie-Typ eine allergische Reaktion mit den entsprechenden Symptomen auf.
Für alle Formen einer Allergie gilt, dass eine Allergieneigung zwar oft vererbt wird, prinzipiell aber jeder Mensch zum Allergiker werden kann. Für die Entstehung einer Allergie sind die Menge und Konzentration, der Aufnahmemechanismus und das Sensibilisierungsvermögen des Allergens von Bedeutung. So sind bei schwach sensibilisierenden Stoffen, beispielsweise Pollen, oft viele Kontakte über mehrere Jahre notwendig, bis eine Allergie ausgelöst wird. Bei stark sensibilisierenden Stoffen, wie bei Medikamenten, reichen oft ein oder wenige Kontakte aus, damit eine Allergie entsteht.
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