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Stand: 1. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Allergie vom Typ I (Reaktion vom Soforttyp) ist eine durch sogenannte IgE-Antikörper (Immunglobulin E) vermittelte, umgehend eintretende allergische Reaktion. Kommt die Person in Kontakt mit einem Stoff, auf den sie allergisch reagiert, bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die sich an bestimmte Zellen des Immunsystems, die sogenannten Mastzellen, binden. Daraufhin werden Entzündungsbotenstoffe (Mediatoren), wie zum Beispiel Histamin und Leukotriene, freigesetzt. Es entstehen akute Entzündungsreaktionen, wie etwa bei Heuschnupfen, allergischem Asthma bronchiale oder der allergischen Nesselsucht (Urtikaria).
Eine allergische Reaktion vom Typ I tritt nach wenigen Sekunden bis Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser ein. Unter Umständen kommt es nach etwa vier bis sechs Stunden zu einer weiteren Reaktion (verzögerte Soforttypreaktion).
Bei einigen Menschen liegt eine genetisch verankerte Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp (Typ I) vor: Hier spricht man von einer sogenannten Atopie. Zu den Atopien zählt zum Beispiel die Neurodermitis (Atopische Dermatitis).
Bei einer Allergie vom Typ II (Zytotoxischer Typ) bildet das Immunsystem – wie auch bei einer Allergie vom Typ I – Antikörper gegen einen bestimmten Stoff (Allergen). Der Typ II gehört somit ebenfalls zu den antikörpervermittelten allergischen Reaktionen. Im Gegensatz zur Typ-I-Reaktion sind hier die sogenannten IgG- (Immunglobulin G) beziehungsweise IgM-Antikörper (Immunglobulin M) beteiligt. Beide Antikörpergruppen bilden sich bei einer normalen Immunreaktion gegen Krankheitserreger. Bei der Allergie vom Typ II bildet das Immunsystem diese Antikörper gegen Allergene auf der Oberfläche von körpereigenen Zellen oder Geweben. Die Folgen der allergischen Reaktion treten innerhalb von Stunden ein und betreffen nur die Zellen beziehungsweise Gewebe, welche die entsprechenden Allergene auf ihrer Oberfläche tragen.
Ein Beispiel für eine Typ-II-Reaktion ist die Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nach einer Bluttransfusion mit einer falschen Blutgruppe. Typ-II-Reaktionen liegen auch einigen Autoimmunerkrankungen vor oder, wenn der Körper ein fremdes Organ nach einer Transplantation abstößt.
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