Astigmatismus (Hornhaut­verkrümmung, Stabsichtigkeit): Irregulärer Astigmatismus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Juli 2016)

Wenn ein Astigmatismus (Stabsichtigkeit) seine Ursachen in einer unregelmäßigen Hornhautverkrümmung beziehungsweise einer unregelmäßigen Brechkraft der brechenden Medien im Auge hat, liegt ein unregelmäßiger oder irregulärer Astigmatismus vor. Auch diese Form von Astigmatismus entsteht meistens durch eine verkrümmte Hornhaut: So können zum Beispiel Hornhautnarben oder -geschwüre dazu führen, dass die Brechkraft der Hornhaut an verschiedenen Stellen sehr unterschiedlich ist. Ein irregulärer Astigmatismus kann aber auch durch eine unregelmäßig gewölbte oder getrübte Linse entstehen – eine Linsentrübung ist zum Beispiel typisch für die Katarakt (grauer Star).

Keratokonus

Ein zunehmender irregulärer Astigmatismus infolge einer sich verstärkenden Hornhautverkrümmung kann seine Ursachen auch in einem sogenannten Keratokonus haben: Dies ist eine Fehlbildung der Hornhaut, bei der sich die Hornhautmitte zunehmend kegelförmig vorwölbt. Hinzu kommt eine fortschreitende Ausdünnung und Vernarbung der Hornhaut.

Vorübergehender Astigmatismus

Ein Astigmatismus durch Hornhautverkrümmung kann auch vorübergehend auftreten, wenn seine Ursachen operative Eingriffe sind: Ein solcher vorübergehender Astigmatismus tritt nach der Operation eines grünen (Glaukom) oder grauen Stars auf, wenn die Hornhaut – bedingt durch die operative Behandlung – verzogen ist. In dem Fall bildet sich die Stabsichtigkeit nach einer Weile von selbst zurück.


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