Astigmatismus (Hornhaut­verkrümmung, Stabsichtigkeit): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Juli 2016)

Beim Astigmatismus (Hornhautverkrümmung, Stabsichtigkeit) stehen zur Therapie – wie bei anderen Fehlsichtigkeiten – verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Brille, Kontaktlinsen und operative Eingriffe am Auge. Welche Methode geeignet ist, um den Sehfehler zu korrigieren, hängt von dessen Form ab.

Bei Kindern mit Astigmatismus ist es wichtig, dass die Therapie möglichst früh beginnt, denn: Bleibt die Stabsichtigkeit bei Kindern unbehandelt, kann daraus eine dauerhafte Sehschwäche entstehen. Daher ist es ratsam, dass Sie die Augen Ihrer Kinder frühzeitig augenärztlich untersuchen lassen – dies gilt vor allem, wenn Sie selbst eine Hornhautverkrümmung haben.

Liegt ein regulärer Astigmatismus mit vererbter und sich kaum verändernder Hornhautverkrümmung vor, erfolgt die Korrektur durch eine Brille mit speziell geschliffenen Zylindergläsern. Auch entsprechende formstabile (feste) Kontaktlinsen können einen regulären Astigmatismus korrigieren. Wenn Sie sich für Kontaktlinsen entscheiden, ist es allerdings wichtig, dass Sie hygienisch mit den Linsen umgehen und regelmäßig Tragepausen einlegen.

Ein irregulärer Astigmatismus durch eine unregelmäßige Hornhautverkrümmung oder eine unregelmäßig gewölbte Linse ist nicht durch eine Brille korrigierbar. Wenn die Hornhautmitte klar – also ohne Narben – ist, kann eine harte Kontaktlinse Ihre Sehleistung deutlich verbessern. Andernfalls kommt eine Hornhautverpflanzung (Keratoplastik) zur Therapie der irregulären Stabsichtigkeit infrage.

Korrektur des Astigmatismus

Korrekturgläser

Grundsätzlich ist es auch möglich, einen Astigmatismus (wenn er nicht stark irregulär ist) beziehungsweise die zugrunde liegende Hornhautverkrümmung durch Lasern zu behandeln. Dabei gelten die gleichen Einschränkungen wie bei der Kurzsichtigkeit (Myopie): Jede operative Behandlung der Augen, auch mit dem Laser, kann zu Komplikationen führen. Außerdem gelingt es vor allem bei stärker ausgeprägter Stabsichtigkeit nicht immer, eine anschließende Normalsichtigkeit genau im Voraus zu berechnen.


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