Astigmatismus (Hornhaut­verkrümmung, Stabsichtigkeit): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Juli 2016)

Beim Astigmatismus (Hornhautverkrümmung, Stabsichtigkeit) kommen zur Diagnose spezielle Geräte zum Einsatz. Dabei kann der Augenarzt auch die Ausmaße der Fehlsichtigkeit zahlenmäßig (quantitativ) bestimmen.

Grob lässt sich die Beschaffenheit der Hornhautoberfläche mittels einer Placido-Scheibe messen. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, ist das Spiegelbild der Placido-Ringe, das sich auf der Hornhaut abbildet, verzerrt.

Eine wichtige Rolle bei der Astigmatismus-Diagnose spielt das sogenannte Ophthalmometer: Dieses Instrument ermöglicht es, die für den Astigmatismus ausschlaggebende Hornhautkrümmung zu messen. Der Augenarzt misst dazu den Krümmungsradius in jeder Ebene (Meridian) und bestimmt anhand dieser Werte deren Brechkraft. Die Stärke der Hornhautverkrümmung gibt man wie bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) und der Kurzsichtigkeit (Myopie) in Dioptrien an, die Achse, in der die Verkrümmung liegt, in Winkelgrad.

Präziser kann der Arzt Krümmungsradius und Brechkraft mittels computergestützter Hornhauttopografie (Videokeratoskopie) messen. Die hierfür verwendeten Geräte basieren ebenfalls auf dem Placido-Scheiben-Verfahren, jedoch werden die auf der Hornhaut sichtbaren Ringe mit dem Computer gemessen, analysiert und farblich dargestellt.


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