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Tierhaarallergie

Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Vor allem Tierhalter und Menschen, die beruflichen Umgang mit Tieren haben, trifft sie hart: die Tierhaarallergie. In Deutschland reagieren ungefähr neun Prozent der Bevölkerung überempfindlich auf bestimmte Tiere oder Tierhaarprodukte.

Ein Junge hält ein Kaninchen im Arm.
Eine Allergie gegen Kaninchenhaare ist nicht so häufig wie gegen Katzenhaare. Im Grunde sind Allergien jedoch gegen alle Tiere möglich.

Bei einer Tierhaarallergie lösen Eiweiße (Proteine), die in Hautschuppen, Speichel, Schweiß, Talg, Urin oder Kot von Tieren vorkommen, eine allergische Reaktion aus. Die Tierhaare selbst sind nicht für Allergien verantwortlich. Grundsätzlich ist eine Allergie gegen alle Tiere möglich: sowohl gegen Haustiere als auch gegen Nutz- und Wildtiere. Typische Beispiele für Haustierallergien sind:

  • Katzenallergie (bzw. Katzenhaarallergie)
  • Hundeallergie (bzw. Hundehaarallergie)
  • Kaninchenallergie (bzw. Kaninchenhaarallergie)
  • Meerschweinchenallergie (bzw. Meerschweinchenhaarallergie
  • Vogelallergie

Allerdings ist nicht jede Tierhaarallergie gleich häufig: So gibt es zum Beispiel mehr Katzenallergiker als Menschen, die allergisch auf Kaninchenhaare reagieren.

Die Tierhaarallergie ist nach der Pollenallergie und der Hausstaubmilbenallergie die dritthäufigste Allergie. In den meisten Fällen bleibt eine einmal erworbene Tierhaarallergie ein Leben lang bestehen. Die einfachste Möglichkeit, einer allergischen Reaktion auf tierische allergieauslösende Stoffe (Allergene) aus dem Weg zu gehen, besteht darin, denn Kontakt zu den betreffenden Tieren zu vermeiden. Während eine Allergie gegen Hunde meist auf eine bestimmte Hunderasse beschränkt ist, reagieren Menschen mit einer Katzenallergie häufig auf alle Katzen allergisch.

Typische Beschwerden bei Tierhaarallergien sind tränende, juckende Augen bis hin zur Bindehautentzündung, Niesreiz, Husten oder allergischer Schnupfen. Auch allergische Reaktionen der Haut sind möglich. Nicht selten entwickelt sich infolge einer Tierhaarallergie ein allergisches Asthma bronchiale.

Es gibt zahlreiche Medikamente, welche die Tierhaarallergie zwar nicht heilen, aber die akuten Symptome lindern können: Wirksame Mittel gegen die Tierhaarallergie sind zum Beispiel Antihistaminika, Glukokortikoid-Lösungen und Adrenalin-Spray zum Inhalieren. Die einzige ursächliche Tierhaarallergie-Therapie stellt die Hyposensibilisierung (oder Desensibilisierung) dar.

Weiterlesen: Tierhaarallergie: Definition

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