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Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer Schimmelpilzallergie (Hausstaubmilbenallergie) liegen als Ursachen bestimmte Stoffe (sog. Allergene) zugrunde, die eine Fehlregulation und eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen. Die für Schimmelpilzallergien verantwortlichen Allergene sind die Fortpflanzungszellen verschiedener Schimmelpilze: Eine saisonale Schimmelpilzallergie hat ihre Ursachen häufig in Sporen der Gattungen Cladosporium, Alternaria und Helminthosporium. Eine ganzjährige Allergie gegen Schimmelpilze entsteht oft durch Sporen der Gattungen Penicillium (Pinselschimmel), Mucor (Köpfchenschimmel), Aspergillus (Gießkannenschimmel), Chaetonium und Aureobasidium.
In der freien Natur finden sich die für eine Schimmelpilzallergie infrage kommenden Ursachen in hohen Konzentrationen unter anderem auf Blätterhaufen, Komposthaufen, Brennholzstapeln und unter Laub. Vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und häufigem Wetterwechsel entsteht eine hohe Konzentration an Schimmelpilzsporen in der Luft.
In Wohnungen sind feuchte Mauern, feuchte Stellen hinter Tapeten und Textilien, Holzverschalungen, Kachelwände, Klimaanlagen, Matratzen, Polstermöbel und Luftbefeuchter als typische Schimmelpilzquellen mögliche Ursachen für das Auftreten einer Schimmelpilzallergie. Mangelnde Belüftung, ungünstige Möblierung, Kondenswasserbildung oder unbemerkte Feuchtigkeitsschäden durch konstruktionsbedingte Baumängel begünstigen neben warmen Temperaturen und hohen Umgebungsfeuchtigkeiten die Bildung von Schimmelpilzen.
Außerdem können Nahrungsmittel als mögliche Quelle für Schimmelpilzallergene die Ursachen für eine Schimmelpilzallergie sein. Allerdings reagieren die meisten Schimmelpilzallergiker weniger auf Allergene aus der Nahrung als auf eingeatmete Allergene. Nahrungsmittel können verschimmeln, aber auch mit verschimmelten Zutaten zubereitet worden sein (z.B. Obstsaft, Obstessig, Wein, Tomatenketchup). Schimmelpilze kommen auch als Starterkulturen beziehungsweise Veredler (z.B. Roquefort, Wein) zum Einsatz. Ihre Stoffwechselprodukte, wie beispielsweise Enzyme, finden auch zur Be- und Verarbeitung von Produkten Verwendung.
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