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Stand: 29. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Pneumothorax entsteht, wenn sich im Pleuraspalt – also zwischen den beiden Schichten der Pleura (Brustfell) – Luft ansammelt. Dadurch fällt ein Lungenflügel teilweise oder vollständig zusammen; manchmal sind auch beide Lungenflügel betroffen.
Es kann spontan, nach einem Unfall oder nach medizinischen Eingriffen zu einem Pneumothorax kommen. Am häufigsten ist der ohne erkennbare Ursachen auftretende Spontanpneumothorax (auch idiopathischer Spontanpneumothorax genannt): Er tritt ohne Vorerkrankung auf und betrifft meist junge, große, schlanke Raucher.
Ein Pneumothorax löst unterschiedlich starke Symptome in Form von Atemnot und Brustschmerzen aus. Die meisten Fälle verlaufen harmlos. Grundsätzlich kann sich jedoch bei jedem Pneumothorax als Komplikation ein sogenannter Spannungspneumothorax (Ventilpneumothorax) bilden: Bei dieser Sonderform können beide Lungen und die Herz-Kreislauf-Funktion drastisch eingeschränkt sein – das bedeutet:
Um die Diagnose des Pneumothorax zu sichern, lässt der Arzt den Brustkorb röntgen. Ob und welche Maßnahmen zur Pneumothorax-Therapie nötig sind, hängt von der Ursache und dem Ausmaß der Beschwerden ab: Der häufige Spontanpneumothorax verheilt auch ohne Therapie meist problemlos. Eventuell ist beim Pneumothorax eine Drainage nötig, um eine zusätzliche Flüssigkeitsansammlung oder auch die Luftansammlung zu entfernen. Letzteres gilt vor allem für den Spannungspneumothorax, der als Notfall zu behandeln ist: Hier ist es oft lebensrettend, die Luft so schnell wie möglich aus dem Pleuraspalt zu entfernen.
Die Prognose für den Pneumothorax ist meistens gut. Allerdings kann ein spontan entstandener Pneumothorax erneut auftreten – dann ist unter Umständen eine Operation nötig. Diese kann das Problem aber fast immer endgültig beheben. Im Übrigen hängt die Prognose von der Vorerkrankung oder von sonstigen Verletzungen ab.
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