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Nasenpolypen

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Wenn Polypen in der Nase die Nasenatmung behindern, können sie unbehandelt zu einer Reihe von Folgeerkrankungen führen.

Warum manche Menschen Nasenpolypen bekommen und andere nicht, ist nicht genau bekannt. Als Ursachen für die Entstehung von Nasenpolypen gelten reizende Einflüsse, die eine Schleimhautreaktion hervorrufen, vor allem chronische Nasennebenhöhlen- und Nasenschleimhautentzündungen. Häufig finden sich die Nasenschleimhautwucherungen auch bei Menschen mit Allergien oder einer Schmerzmittelunverträglichkeit. Die meisten Menschen mit Nasenpolypen sind über 30 Jahre alt – bei Kindern sind Polypen in der Nase selten. Das betroffene Kind hat fast immer gleichzeitig Mukoviszidose; umgekehrt hat jedes dritte Kind mit Mukoviszidose auch Nasenpolypen.

Bedingt durch ihr Wachstum können bei Nasenpolypen mit der Zeit folgende Symptome auftreten:

  • näselnde Stimme
  • Schnarchen
  • Nasennebenhöhlen-Entzündungen
  • Entzündungen der oberen Luftwege
  • Mittelohrentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • vermehrte Schleimsekretion aus der Nase
  • eingeschränktes Riechvermögen
  • im fortgeschrittenen Stadium: verdickte Nase, vergrößerter Augenabstand

In der Regel sind Nasenpolypen leicht zu diagnostizieren. Ihre frühzeitige Behandlung kann möglichen Folgeerkrankungen vorbeugen. Die von den Polypen in der Nase hervorgerufenen Symptome verschwinden durch die Behandlung meist vollständig. Vor allem kleine Nasenpolypen kann man durch Kortisonpräparate behandeln. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken oder die Nasenpolypen größer sind, erfolgt eine Operation, um die Nasenpolypen zu entfernen. Um einen einzelnen großen Polypen in der Nase zu entfernen, reicht ein ambulanter Eingriff unter örtliche Betäubung. Stark wachsende Nasenpolypen mit Beteiligung der Nasennebenhöhlen erfordern zur Behandlung eine Nasennebenhöhlen-Operation. Außerdem ist es ratsam, mögliche Begleiterkrankungen zu therapieren. In einigen Fällen bilden sich ein Nasenpolyp kurz nach seiner operativen Entfernung erneut.

Weiterlesen: Nasenpolypen: Definition

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