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Asthma bronchiale

Asthma: Symptome

Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Asthma bronchiale entstehen die typischen Symptome, weil die Atemwege dauerhaft entzündet sind und insbesondere die Bronchialschleimhäute anschwellen. Die Bronchialschleimhäute produzieren durch diese Entzündung übermäßig viel zähflüssigen Schleim. Der Schleim und die Schleimhautschwellung verengen die Atemwege und erschweren die Atmung. Kinder bekommen häufiger Asthma als Erwachsene, weil ihre Schleimhautoberfläche im Verhältnis zur Weite der Atemwege besonders groß ist. Die Muskeln der "kleinen Bronchien" (der sog. Bronchioli), Teile der unteren Atemwege, ziehen sich bei Asthma krampfartig zusammen. Vor allem das Ausatmen ist dadurch gestört: Die Ausatmung verlängert sich insgesamt: Es entsteht ein typisches Pfeifen und Brummen. Zwischen den Anfällen (sog. Intervallen) fehlen die Asthma-Symptome oft ganz.

Häufige Asthma-Symptome sind:

  • Atemnot: v.a. morgens und nachts, nach körperlicher Anstrengung, bei Atemwegsinfektionen und bei Kontakt mit Allergenen
  • pfeifendes Ausatmen (sog. Giemen) bei gleichzeitiger Atemnot
  • andauernder Husten: kann anstelle der Atemnot auftreten oder zusätzlich

Akuter Asthmaanfall

Eine plötzliche Verengung der Luftwege kann einen akuten Asthma-Anfall auslösen. Symptome sind dann schwere Atemnot und ein Engegefühl in der Brust. Der Asthma-Anfall kann wenige Sekunden bis mehrere Stunden (bei einem schweren Anfall) andauern, in einigen Fällen sogar mehrere Tage. Die Ärzte sprechen dann von einem sogenannten Status asthmaticus.

Auch zwischen den Anfällen können Asthma-Symptome wie Husten oder Atemnot auftreten, wenn das Asthma nicht ausreichend behandelt wird und die Asthma-Anfälle die Funktionsfähigkeit der Lunge dauerhaft beeinträchtigen. Herz- und Lungengewebe werden belastet, durch die ungenügende Abatmung kann sich die Lunge auf Dauer stark aufblähen (Lungenemphysem).

Bei schweren Verlaufsformen kann das Asthma bronchiale bei Kindern die allgemeine Entwicklung einschränken. Im extrem fortgeschrittenen Stadium kann sich der Brustkorb durch die Überblähung der Lungen fassähnlich verformen. Beim Atmen ist die Bewegung der Muskeln verändert. Zusätzlich zu den normalen Atemmuskeln unterstützt die sogenannte Atemhilfsmuskulatur, bestehend aus Teilen von Brustraum-, Rücken- und Schultergürtelmuskulatur, bei der vermehrten Atemanstrengung der Betroffenen das Atmen. So stützen Asthmatiker bei einem Asthma-Anfall häufig die Arme ab; dies fixiert den Schultergürtel und die Atemhilfsmuskeln können den Brustkorb zusätzlich heben und senken.

Weiterlesen: Asthma: Diagnose

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