Startseite > Krankheiten > Asperger-Syndrom > Definition
Stand: 13. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Asperger-Syndrom ist eine Störung aus dem autistischen Formenkreis. Menschen mit Asperger-Syndrom leiden – ähnlich wie beim frühkindlichen Autismus – an einer ausgeprägten Kommunikations- und Kontaktstörung.
Die meisten Betroffenen sind normal oder auch überdurchschnittlich intelligent, können sich aber nicht in andere Menschen hineinversetzen und nonverbale Signale nicht deuten. Somit verhalten sie sich in sozialen Situationen oft unangemessen. Zudem fällt es ihnen schwer, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Während sie nur selten Kontakte knüpfen, haben viele Asperger-Betroffene sehr intensive Spezialinteressen, die Außenstehenden oft inhaltlich oder hinsichtlich ihrer Intensität ungewöhnlich erscheinen. So beschäftigen sie sich im Übermaß beispielsweise mit geschichtlichen Daten oder aber sie lernen Telefonnummern auswendig.
Das Asperger-Syndrom gehört zur Gruppe der sogenannten tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zählen neben dem Asperger-Syndrom insbesondere:
Alle tiefgreifenden Entwicklungsstörungen – so auch das Asperger-Syndrom – zeichnen sich durch Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion und eingeschränkte, sich wiederholende Interessen und Verhaltensmuster der Betroffenen aus.
| Die Symptome beim Asperger-Syndrom ähneln zum Teil dem frühkindlichen Autismus, sind jedoch schwächer ausgeprägt. |
Das Asperger-Syndrom trägt seinen Namen nach dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger. Asperger beschrieb 1943 das Syndrom zum ersten Mal.
Das Asperger-Syndrom tritt vorwiegend beim männlichen Geschlecht auf. Jungen beziehungsweise Männer sind vom Asperger-Syndrom achtmal häufiger betroffen als Mädchen und Frauen. Schätzungen zufolge sind etwa 0,02 bis 0,03 Prozent aller Kinder betroffen, dies entspricht 2 bis 3 von 10.000 Kindern.
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