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Arzneimittelallergie, Arzneimittel­exanthem

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Wenn Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen haben, steckt womöglich eine Arzneimittelallergie dahinter. Dann kann zum Beispiel ein Arzneimittelexanthem entstehen: Dies ist ein allergischer Hautausschlag, der häufig auftritt, wenn der Körper überempfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe der Arzneimittel reagiert. Daneben kann die Allergie weitere unterschiedliche Symptome verursachen.

Als Auslöser für eine Arzneimittelallergie kommen praktisch alle Medikamente infrage. Manche Arzneimittel (wie Penicillin) lösen jedoch wesentlich häufiger ein Arzneimittelexanthem oder sonstige allergische Reaktionen aus als andere.

Auch wie man ein Arzneimittel anwendet, hat Einfluss auf das Risiko einer Arzneimittelallergie: So ist ein allergischer Hautausschlag durch Medikamente, die man äußerlich auf die Haut aufbringt, wesentlich häufiger als ein Arzneimittelexanthem oder eine andere allergische Reaktion auf Medikamente, die innerlich zur Anwendung kommen (z.B. per Spritze in die Vene oder über den Mund).

Wie schwer eine Allergie gegen Medikamente ausfällt, ist nicht von deren Dosis abhängig. Meistens ist eine Arzneimittelallergie mit Hautreaktionen verbunden – hierzu gehören neben dem Arzneimittelexanthem zum Beispiel:

Bei einer Arzneimittelallergie können aber auch andere Organe betroffen sein. In der Regel gehen dann allergische Reaktionen der Haut den anderen Reaktionen im Körper voraus – sie stellen also eine Art Frühwarnsystem dar.

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Bei einer schweren Arzneimittelallergie lautet die wichtigste Behandlungsmaßnahme: das als Auslöser vermutete Arzneimittel sofort absetzen! Dadurch klingt die allergische Reaktion ab – ein Arzneimittelexanthem beispielsweise verschwindet meist innerhalb weniger Tage. Bei einer sehr starken Medikamentenallergie kann die Abheilung allerdings bis zu sechs Wochen dauern.

Außerdem stehen zur Behandlung einer Arzneimittelallergie verschiedene Medikamente (Glukokortikoide, Antihistaminika) zur Verfügung, um das Arzneimittelexanthem oder andere Symptome der Allergie zu lindern.

Video: Allergie – wenn die Abwehr überreagiert

Wer an sich mögliche Anzeichen für eine Arzneimittelallergie oder ein Arzneimittelexanthem beobachtet oder nachweislich gegen ein Arzneimittel allergisch ist, für den ist es ratsam,

  • den Arzt oder Apotheker darüber zu informieren, wenn man ein neues Medikament verordnet bekommt oder ohne ärztliche Rücksprache kauft,
  • bei Medikamenten auf mögliche allergieauslösende Zusatzstoffe (wie Konservierungsstoffe) zu achten und
  • für den Notfall einen Allergiepass bei sich zu tragen, in dem die unverträglichen Arzneimittel aufgeführt sind.

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