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Arzneimittelallergie, Arzneimittelexanthem

Arzneimittelallergie, Arzneimittelexanthem: Symptome

Stand: 27. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Arzneimittelallergie (Medikamentenallergie) löst in 80 Prozent der Fälle allergische Reaktionen der Haut aus: Neben dem häufigen Arzneimittelexanthem (entzündlicher allergischer Hautausschlag) auf großen Bereichen der Haut kann sich die Allergie durch weitere Symptome wie Rötungen, Schwellungen, wässrige Quaddeln oder Ödeme äußern. Die Hautreaktionen können an der Haut, den Schleimhäuten, den Haaren, den Schweiß- und Talgdrüsen oder an den Nägeln auftreten und sind meist von einem Juckreiz begleitet.

Meist ist die erste allergische Reaktion auf ein Arzneimittel recht schwach. Bei wiederholtem Kontakt nehmen die Beschwerden typischerweise zu: Dann kann sich die Arzneimittelallergie neben den Hautreaktionen durch weitere Symptome wie Schweißausbruch, Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Nesselfieber, Schleimhautschwellung, Atemnot und sogar Kreislaufzusammenbruch äußern.

Beispiele für allergische Symptome der Haut infolge einer Arzneimittelallergie sind:

  • Nesselsucht (Urtikaria), Quincke-Ödem
  • fleckig aussehender entzündlicher Hautausschlag mit kleinen Knötchen (makulopapulöses Exanthem)
  • EEM-ähnliche Exantheme (EEM = Erythema exsudativum multiforme: durch sich ablösende Haut gekennzeichnete Hauterkrankung, bei der sich wasser- oder blutgefüllte Blasen bilden)
  • photoallergische Dermatitis
  • fleckige Hautrötung (Purpura)
  • Kontaktdermatitis
  • Syndrom der verbrühten Haut (sog. Lyell-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, TEN)
  • mit Fieber und schlechten Allgemeinbefinden beginnender blasiger Ausschlag, zunächst an den Schleimhäuten, dann auf die Haut übergreifend und dort einen landkartenartigen entzündlichen Hautausschlag verursachend (Stevens-Johnson-Syndrom)

Der Schweregrad dieser Symptome kann sehr unterschiedlich ausfallen. Meist sind die infolge einer Arzneimittelallergie auftretenden Reaktionen jedoch nicht schwerwiegend. Ausnahmen hiervon bilden das Lyell-Syndrom und das Stevens-Johnson-Syndrom, die lebensbedrohlich sein können.

Weiterlesen: Arzneimittelallergie, Arzneimittelexanthem: Diagnose

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