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Arzneimittelallergie, ArzneimittelexanthemTests & ChecksRund um Allergien
Arzneimittelallergie, ArzneimittelexanthemArzneimittelallergie, Arzneimittelexanthem: DefinitionStand: 27. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der Begriff Arzneimittelallergie bezeichnet per Definition eine gesteigerte oder übersteigerte (allergische) Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Inhaltsstoffe von Medikamenten. Besonders häufig äußert sich eine solche Allergie durch ein Arzneimittelexanthem (entzündlicher Hautausschlag). Ein durch die Arzneimittelallergie entstandenes allergisches Exanthem geht vom Bindegewebe der Gefäße aus und kann üblicherweise wieder zurückgehen. Dabei kann das Arzneimittelexanthem gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein oder auch nur an bestimmten Körperstellen auftreten. Neben Hautreaktionen ist bei einer Medikamentenallergie auch jede andere Form einer allergischen Reaktion möglich. Da Medikamente neben dem Wirkstoff auch immer sogenannte Hilfsstoffe – wie zum Beispiel Füllmittel, Stabilisatoren, Geschmacks- und Farbstoffe – enthalten, gibt es auch Fälle, bei denen die Arzneimittelallergie nicht auf den Wirkstoff selbst, sondern auf einen anderen im Arzneimittel enthaltenen Bestandteil zurückzuführen ist. HäufigkeitEine Arzneimittelallergie beziehungsweise ein Arzneimittelexanthem kann durch alle möglichen Medikamente entstehen – die Häufigkeit, mit der die verschiedenen Arzneimittel allergische Reaktionen auslösen, ist jedoch sehr unterschiedlich: So tritt bei 0,7 bis 10 Prozent aller Behandlungen durch Penicilline eine Penicillinallergie auf, wobei alle bekannten Formen von allergischer Reaktion (z.B. Hautausschlag, Asthma, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, Übelkeit, Erbrechen) vorkommen können. Andere Arzneimittel wiederum kommen ebenfalls oft zum Einsatz und führen doch extrem selten zu einer Allergie mit oder ohne Hautausschlag, wie beispielsweise das herzstärkende Digoxin. Die Häufigkeit, mit der Anzeichen einer Arzneimittelallergie oder ein Arzneimittelexanthem zu beobachten sind, hängt auch von der Art der Anwendung ab: So sind allergische Reaktionen bei örtlich auf der Haut angewendeten Arzneimitteln wesentlich häufiger als bei per Spritze in die Vene verabreichten oder über den Mund eingenommenen Medikamenten. Weiterlesen: Arzneimittelallergie, Arzneimittelexanthem: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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