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Arthrose (Gelenkverschleiß)Knorpelersatztechniken(Stand: 31. Januar 2009) Verschiedene Arten von Knorpelersatztechniken ersetzen Defekte im Gelenk bei Arthrose durch neuen Knorpel. Bei sehr tiefen und großflächigen Knorpelschäden zeigen diese Methoden jedoch keinen Erfolg. MikrofrakturierungMithilfe einer Arthroskopie wird der geschädigte Gelenkknorpel bis an die Grenzschicht zum Knochen abgetragen. Anschließend werden in einem regelmäßigen Abstand zirka drei Millimeter tiefe Löcher gebohrt. Aus diesen künstlich erzeugten Defekten tritt zunächst ein so genanntes Blutkoagel aus, welches Stammzellen enthält, aus denen sich Faserknorpel über die Gelenkfläche hinweg entwickelt. Um den neu entstehenden Knochen zu schützen, muss das Gelenk für mindestens sechs Wochen entlastet werden. Abrasions-ArthroplastikDie Abrasions-Arthroplastik wird bei Arthrosen des Kniegelenks angewendet. Zunächst wird mithilfe einer Arthroskopie die oberste Knochenschicht am Gelenk angefräst. Es entstehen Blutungen aus dem intakten Knochen heraus, wodurch körpereigene Reparaturvorgänge angeregt werden und durch die Stimulation des Knochenmarks Faserknorpel entsteht. Nach etwa vier Wochen hat sich auf diese Weise ein neuer Gelenküberzug gebildet, der aber weniger belastbar ist als der ursprüngliche Knorpel. Pridie-BohrungDie Pridie-Bohrung ist der Abrasions-Arthroplastik sehr ähnlich. Dabei wird zur Behandlung der Arthrose der Knochen unter dem schadhaften Knorpel punktförmig verletzt, wodurch die Bildung von Faserknorpel angeregt wird. Karbonfaserstift-ImplantationDie Implantation von Karbonfaserstiften wird bei der Kniegelenkarthrose angewendet. In feine Kanäle, die in den geschädigten Gelenkbereich gebohrt wurden, werden Stifte aus Kohlefaser (Karbonfaser) eingesetzt. Diese Stifte regen das Wachstum von Bindegewebszellen in der Tiefe an, sodass sich nach einiger Zeit am Fasergerüst des Stifts eine neue Knorpeloberfläche bildet. MosaikplastikBei der Mosaikplastik wird zunächst unbeschädigter Knorpel an einer Stelle entnommen, an der er physiologisch nicht gebraucht wird (etwa am Rand des Oberschenkelknorpels). Dieser wird dann als Ersatz für zerstörten Knorpel bei Arthrose in das Gelenk eingesetzt. Die Knorpelstücke haben eine Zylinderform von bis zu einem Zentimeter Durchmesser. Mosaikartig können so kleinere Defekte des Gelenkknorpels behandelt werden. Körpereigene Knorpelzellen-TransplantationBei der körpereigenen Knorpelzellen-Transplantation (Autologe Chrondozyten-Transplantation, ACT) wird körpereigenes Knorpelgewebe durch Züchtung vervielfältigt und danach in die defekte Stelle im Gelenk eingesetzt. Dazu sind zwei Eingriffe nötig. Zunächst werden Knorpelzellen arthroskopisch an einer intakten Stelle entnommen. Über einen Zeitraum von sechs Wochen werden diese Zellen in einem Labor vermehrt und im zweiten operativen Schritt in das geschädigte Gelenk transplantiert. Um den gezüchteten Knorpel im Gelenk platzieren zu können, wird zunächst ein vom Unterschenkel entnommenes Knochenhautstück in den defekten Bereich eingenäht. Unter diese Schutzhaut erfolgt die Einspritzung der Zellen, die dann beginnen, neuen Gelenkknorpel zu bilden. Weiterlesen: Arthrose: Verlauf Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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