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Arthrose (Gelenkverschleiß): Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (19. April 2013)

Ziel der Arthrose-Therapie ist es, den Schmerz im Gelenk zu lindern und dadurch den Betroffenen wieder beweglicher und leistungsfähiger zu machen. Das soll die Lebensqualität steigern und den fortschreitenden Gelenkverschleiß verzögern.

In der Regel erfolgt bei beginnender Arthrose eine konservative Behandlung. Dazu zählen physikalische und orthopädische Therapie sowie bei vorhandenem Übergewicht Maßnahmen zur Gewichtsreduktion. Zeigt eine konservative Arthrose-Behandlung keinen Erfolg oder ist der Schaden am Gelenk so groß, dass andere Maßnahmen nicht mehr helfen, können operative Maßnahmen erwogen werden. Am häufigsten kommen hierbei ein künstliches Gelenk (TEP) oder eine Gelenkversteifung (Arthrodese) zum Einsatz.

Konservative Therapie

Beratung

Erster Schritt der Arthrose-Therapie ist eine ausführliche Beratung über

  • den natürlichen Verlauf der Krankheit
  • das alltägliche Verhalten
  • körperliche Belastung in Beruf und Sport
  • den Einfluss von Übergewicht
  • die Folgen von Bewegungsmangel
  • regelmäßige Übungen, um schwache Muskeln zu kräftigen
  • gezielte gelenkschonende Maßnahmen wie eine Knieschule

Medikamente

Bei einer Arthrose können Medikamente Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Zur Therapie stehen hierfür unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen zur Verfügung:

  • Schmerzmittel (Analgetika), z.B. mit dem Wirkstoff Paracetamol
  • kortisonfreie Entzündungshemmer (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR), in Form von Tabletten oder als Salbe beziehungsweise Gel, z.B. mit den Wirkstoffen Diclofenac oder Ibuprofen
  • Gelenkinjektionen und Spülung des Gelenks mit Kortisonpräparaten in entzündlichen Phasen oder mit lokalen Betäubungsmitteln als akute Schmerztherapie
  • Chondroitin, Glucosamin: Die Wirkstoffe Chondroitin und Glucosamin können möglicherweise die Eigenschaften des Knorpels verbessern und schmerz- und entzündungshemmend wirken. Die Ergebnisse verschiedener Studien hierzu sind jedoch widersprüchlich.
  • Hyaluronsäure: Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und notwendig, damit die Gelenke reibungslos funktionieren. Spritzt (injiziert) man Hyaluronsäure ins Gelenk, kann sich dies positiv auf die Gelenkfunktion auswirken und Schmerzen lindern. Allerdings kann sich die Wirkung der Hyaluronsäure-Injektion je nach Präparat unterscheiden. Man nimmt an, dass jene Präparate den besten Effekt haben, deren Molekulargewicht dem der körpereigenen Hyaluronsäure am ähnlichsten ist. Ob dies tatsächlich so ist und wie sich eine Therapie mit Hyaluronsäure langfristig auswirkt, muss durch weitere Studien näher belegt werden. Hyaluronsäure gibt es auch in Tablettenform. Bisherigen Studien zufolge wirken diese jedoch nicht besser als ein Scheinmedikament (Placebo).

Physikalische Therapie

Verschiedene Arten der physikalischen Behandlung können die Beschwerden einer Arthrose lindern. Dazu gehören:

Orthopädische Therapie

Bei Arthrose im Knie oder in der Hüfte sind mehrere orthopädische Therapie-Maßnahmen möglich, wie zum Beispiel:

  • Pufferabsätze, Schuhaußen- beziehungsweise -innenranderhöhung
  • Handstock oder Unterarmgehstützen
  • Fersenkissen
  • Bandagen
  • Keilkissen, Sitzerhöhungen





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