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Verwirrtheit

Stand: 15. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Verwirrtheit: Definition

Unter einer Verwirrtheit versteht man eine Bewusstseinsstörung, die häufig bei älteren Menschen auftritt.

Die Verwirrtheit ist gekennzeichnet durch Orientierungsstörungen, innere Unruhe und eine eingeschränkte Merkfähigkeit. Die Wahrnehmung der Betroffenen ist häufig gestört. Es können sogar Halluzinationen auftreten. Verwirrte Personen sind weniger leistungsfähig und haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Das Langzeitgedächtnis ist in den meisten Fällen nicht von den Verwirrtheitszuständen betroffen.

Betroffene reagieren langsamer und reden häufig zusammenhangslos und schlecht verständlich. Manche verwirrte Personen sind schläfrig, andere dagegen aggressiv.

Verwirrtheit kann verschiedene Ursachen haben. Gerade ältere Menschen trinken häufig zu wenig. Auf diesen Flüssigkeitsmangel reagiert der Körper unter Umständen mit Verwirrtheit. Auch Durchfall bringt den Flüssigkeitshaushalt durcheinander und kann so Verwirrtheit hervorrufen. Es kommen aber auch schwerwiegende Erkrankungen wie Gehirntumoren, Hirn- oder Hirnhautentzündungen (Enzephalitis und Meningitis) als Auslöser infrage.

Je nach Ursache kann die Verwirrtheit von Tag zu Tag zunehmen, aber auch akut auftreten. Etwa bei einer Demenzerkrankung wie Alzheimer werden Betroffene nach und nach immer verwirrter. Bei akuten Erkrankungen tritt die Verwirrtheit dagegen plötzlich auf, zum Beispiel wenn bei einem Schlaganfall das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. In jedem Fall sollte ein Arzt den Ursachen der Verwirrtheit nachgehen und gegebenenfalls eine geeignete Therapie einleiten.

Welche Therapie geeignet ist, hängt von der Ursache der Verwirrtheit ab. Manchmal hilft es bereits, wenn verwirrte Personen ausreichend trinken. In anderen Fällen sind Medikamente notwendig, etwa bei psychisch bedingter Verwirrtheit. Treten Verwirrungszustände infolge von Medikamenten-Nebenwirkungen auf, sollten Sie die Medikamente nicht eigenmächtig absetzen. Besprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt, ob das Medikament unbedingt notwendig ist beziehungsweise ob es Alternativen gibt.

Weiterlesen: Verwirrtheit: Ursachen

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