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Stand: 26. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff "Sehstörungen" fasst verschiedene Beeinträchtigungen des Sehapparats zusammen.
Es gibt viele verschiedene Arten von Sehstörungen. Sie können sich vielfältig äußern, zum Beispiel durch einen Ausfall von Teilen des Gesichtsfelds, Sehen von Doppelbildern, Schwarzwerden vor den Augen, einen sogenannten Tunnelblick, Augenflimmern, Blitze, helle Punkte, Blendungen sowie verschleierte, verschwommene oder verzerrte Bilder.
Je nach Ursache der Sehstörungen können begleitend verschiedene andere Beschwerden auftreten. Beispiele dafür sind Schwindel, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Kaubeschwerden.
Sehstörungen können vorübergehend auftreten, aber auch länger anhalten. Manche Sehstörungen sind harmlos und verschwinden von alleine wieder, andere dauern an.
Sehstörungen können verschiedene Ursachen haben. Manche davon sind relativ harmlos, etwa ein zu geringer Blutzuckerspiegel (Unterzuckerung). Bei einigen Betroffenen tritt dann zum Beispiel Augenflimmern auf. In diesem Fall verschwinden die Sehstörungen wieder, wenn sich der Blutzuckerwert normalisiert. Sehstörungen wie Flimmern vor den Augen können auch kurz vor oder während eines Migräne-Anfalls auftreten. Hier halten die Beschwerden ebenfalls normalerweise nur solange an, wie die Migräne-Attacke anhält.
Manche Erkrankungen rufen dagegen anhaltende Sehstörungen hervor. Dazu gehören zum Beispiel die Netzhautablösung, aber auch Durchblutungsstörungen im Auge oder im Gehirn bis hin zum Schlaganfall. Daher sollten Sie bei Sehstörungen, die länger auftreten und deren Auslöser nicht bekannt ist, immer einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären und eine mögliche Behandlung einzuleiten.
Die Therapie richtet sich bei Sehstörungen, wie Flimmern vor den Augen, nach den zugrunde liegenden Ursachen. Etwa bei einer Unterzuckerung reicht es bereits aus, wenn Betroffene ein Stück Traubenzucker essen oder einen zuckerhaltigen Saft trinken. Bei Migräne helfen oft Medikamente. Bei Kurz- oder Weitsichtigkeit sind Sehhilfen sinnvoll, zum Beispiel eine Brille.
Ernsthafte Erkrankungen wie eine Netzhautablösung oder Grauer Star (Katarakt) machen manchmal eine Operation notwendig, um die Sehstörungen zu behandeln.
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