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Stand: 18. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Schwindel (Vertigo) beschreibt im engeren Sinn per Definition eine unangenehm verzerrte Wahrnehmung des umgebenden Raums oder von Bewegungen. In vielen Fällen sind Gleichgewichtsstörungen die Folge von Schwindel.
Im weiteren Sinn verwendet man die Bezeichnung Schwindel auch oft für andere Beschwerden wie Benommenheit, Schwarzwerden vor Augen oder das Gefühl, gleich hinzufallen. Wenn gleichzeitig keine Scheinbewegungen vorliegen, handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine echte Vertigo, sondern um eine Pseudovertigo (griech. pseudo = falsch).
Das Wort Schwindel lässt sich auf das Mittel- und Althochdeutsche zurückführen: Das Verb schwindeln stammt vom mittelhochdeutschen swindeln und dem althochdeutschen swintilon ab. Ursprünglich bedeutete es in Ohnmacht fallen (schwinden). Bereits im Althochdeutschen wurde es jedoch auch im unpersönlichen Sinne von Schwindelgefühle haben und mir schwindelt gebraucht.
Kopfschmerzen und Schwindel (Vertigo) sind bei vielen Erkrankungen die mit größter Häufigkeit auftretenden Hauptsymptome (sog. Leitsymptome) – besonders bei Krankheiten des Nervensystems. Fast jeder Mensch hat schon einmal Schwindel erlebt. Besonders mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit von Schwindel an: Bei jüngeren Menschen beträgt der Anteil der von Schwindel Betroffenen etwa 17 Prozent. Bei den über 65-Jährigen hingegen ist 30 Prozent regelmäßig schwindelig, bei den über 80-Jährigen sogar 39 Prozent.
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