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Hyperlipidämie Typ III

Stand: 21. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Hyperlipidämie Typ III (Hyperlipoproteinämie Typ III) – auch als familiäre Dysbetalipoproteinämie bezeichnet – ist eine sehr seltene, genetisch bedingte (d.h. erbliche) Fettstoffwechselstörung, deren typische Symptome erhöhte Fettwerte im Blut sind. Frühzeitige vorbeugende Maßnahmen können eine Hyperlipidämie Typ III verhindern oder zumindest deren Verlauf günstig beeinflussen.

Bei der Hyperlipoproteinämie Typ III handelt es sich um eine sogenannte kombinierte oder gemischte Hyperlipidämie, da typischerweise sowohl die Cholesterinwerte als auch die Triglyzeridwerte erhöht sind. Ursache hierfür ist ein gestörter Abbau bestimmter Substanzen im Fettstoffwechsel. Obwohl die der Störung zugrunde liegende Veränderung der Erbanlage relativ häufig ist (etwa 1 von 100 Menschen ist betroffen), tritt die Hyperlipidämie Typ III nur bei 1 bis 5 von 10.000 Menschen zutage. Der Grund hierfür ist, dass in den meisten Fällen weitere Veranlagungen beziehungsweise äußere Einflüsse nötig sind, damit die Fettstoffwechselerkrankung ausbricht. Zu diesen begünstigenden Faktoren gehören zum Beispiel Übergewicht, Erkrankungen der Schilddrüse oder Diabetes mellitus.

Die Hyperlipidämie Typ III betrifft vor allem Männer mittleren Alters. Bei Frauen äußert sich die Stoffwechselstörung seltener – und meistens erst nach Ende der Wechseljahre. Neben dem erhöhten Fettgehalt im Blut zeigt sich die Hyperlipidämie Typ III auch durch äußere Symptome: Ein typisches äußerliches Merkmal der Stoffwechselerkrankung sind knötchenartige Hautveränderungen, sogenannte Xanthome. Die Diagnose der Hyperlipoproteinämie Typ III erfolgt mithilfe von Blutuntersuchungen; Gentests können die Diagnose sichern.

Bleibt die Hyperlipidämie Typ III unbehandelt, steigt – wie bei allen anderen Fettstoffwechselstörungen – das Risiko für die Gefäßkrankheit Arteriosklerose. Diese kann dazu führen, dass sich Komplikationen wie die koronare Herzkrankheit und die periphere arterielle Verschlusskrankheit entwickeln.

Eine Hyperlipidämie Typ III spricht gut auf eine Behandlung an, die aus Medikamenten und einer Umstellung der Ernährung besteht. Außerdem empfiehlt es sich, bekannte begünstigende Faktoren und die Folgen der Typ-III-Hyperlipoproteinämie mitzubehandeln.

Weiterlesen: Hyperlipidämie Typ III: Definition

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