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Stand: 19. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Folsäure (Folat) ist ein wasserlösliches Vitamin der Vitamin-B-Gruppe. Es wirkt bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen mit. Gute Folsäurequellen sind praktisch alle Blattgemüse, Getreide und Innereien. Fisch enthält nur wenig Folsäure.
Der Körper hat nur sehr geringe Folsäurespeicher. Wird keine Folsäure mit der Nahrung zugeführt, bildet sich nach vier bis fünf Monaten eine besondere Form der Blutarmut, die so genannte megaloblastische Anämie.
Ein Folsäuremangel ist weit verbreitet. Neben einseitiger Ernährung sind Alkoholismus und zu langes Kochen von Gemüse mögliche Ursachen.
Der Name Folsäure stammt vom lateinischen Begriff folium (= Blatt). Er wurde in Anlehnung an die Spinatblätter, aus denen dieses Vitamin erstmals isoliert wurde, ausgewählt. Im Körper gesunder Erwachsener finden sich etwa 5 bis 10 Milligramm Folsäure, die hauptsächlich in der Leber gespeichert sind (5 mg). Nimmt der Mensch keine Folsäure mehr auf, reicht die im Körper gespeicherte Menge für zwei bis vier Monate aus.
Für Schwangere ist eine zusätzliche Folsäureeinnahme besonders wichtig, da ein Folsäuremangel beim Kind zu verschiedenen neurologischen Störungen führen kann. So ensteht bei Folsäuremangel häufiger ein "offener Rücken" (Spina bifida).
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