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Stand: 11. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Trigeminusneuralgie ist gekennzeichnet durch blitzartige, sehr starke und stechende Schmerzen im Gesicht. Die Schmerzattacken dauern meist nur wenige Sekunden, gehören jedoch zu den stärksten bekannten Schmerzen überhaupt.
Der Begriff Trigeminusneuralgie setzt sich zusammen aus der Bezeichnung Trigeminus für den fünften Hirnnerv und Neuralgie, also in Anfällen auftretende Nervenschmerzen. Man unterscheidet zwei Formen von Trigeminusneuralgie:
Unabhängig von der Form hat die Trigeminusneuralgie ihre Ursachen immer in einer Schädigung oder Reizung des Trigeminusnervs (lat.: Nervus trigeminus = Drillingsnerv): Dieser Nerv teilt sich nach seinem Austritt aus der Schädelbasis in drei Äste auf. Kommt es in seinem Verlauf an einer Stelle zu Druck und dadurch zur Beschädigung seine Nervenscheide, entlädt er sich spontan. Diese spontane Entladung führt zu schweren, anfallartigen, einseitigen Gesichtsschmerzen im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Äste des Trigeminusnervs. Meistens handelt es sich dabei um den zweiten und/oder dritten Trigeminus-Ast – das heißt: Die Trigeminusneuralgie-Symptome treten vorwiegend in Ober- und Unterkiefer, Nase, Wangen und Kinn auf, seltener an der Stirn. Da schon kleinste Bewegungen oder Berührungen die Anfälle auslösen können, beeinträchtigt eine Trigeminusneuralgie die Betroffenen äußerst schwer.
Bei der Trigeminusneuralgie hat die Therapie daher zum Ziel, die Schmerzen zu lindern und, wenn möglich, eine völlige Beschwerdefreiheit zu erreichen. Hierfür stehen verschiedene Medikamente und chirurgische Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
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